SolarEdge drängt mit Macht in den US-Markt. Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland öffnet der Solarspezialist nun die Orderbücher für seine neue Nexis-Plattform in den Vereinigten Staaten. Damit zielt das Unternehmen auf die Marktführerschaft bei integrierten Heimspeichersystemen.
Weniger Kabel, mehr Leistung
Die Nexis-Plattform soll die Installation von Solaranlagen und Batterien radikal vereinfachen. SolarEdge setzt auf ein modulares Design, das bis zu 40 Prozent weniger Platz an der Wand beansprucht als herkömmliche Systeme. Die Kapazität der Batterien reicht von 5 bis zu beeindruckenden 80 Kilowattstunden (kWh).
Der zugehörige Wechselrichter leistet im Netzbetrieb bis zu 13 Kilowatt (kW). Bei Stromausfällen springt das System ein und liefert bis zu 14,5 kW. Diese Flexibilität überzeugt offenbar auch internationale Partner. Der britische Installateur Geo Green Power bezeichnete die Lösung bereits als branchenführend.
Aktie im Aufwind
An der Börse findet die Expansion Anklang. Die SolarEdge-Aktie beendete die Handelswoche bei 48,40 Euro. Das entspricht einem Plus von rund vier Prozent innerhalb von sieben Tagen. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs mit einem Zuwachs von 105 Prozent sogar mehr als verdoppelt.
Trotz der Rallye notiert das Papier knapp 30 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 69,10 Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp drei Milliarden Euro bleibt SolarEdge ein Schwergewicht der Branche.
Am 15. Juli präsentiert das Management in einem digitalen Event die Fertigungsprozesse und erste Live-Installationen der Nexis-Plattform. Erste belastbare Daten zum US-Absatz werden mit den Quartalsberichten im Herbst erwartet.
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