Die Solana Foundation baut ihr Führungsteam für den Sprung ins institutionelle Geschäft aus. Rachel Conlan, drei Jahre lang globale Marketingchefin bei Binance, übernimmt den neu geschaffenen Posten der Chief Strategy Officer. Sie soll institutionelle Partnerschaften und das Ökosystem-Wachstum vorantreiben und bringt zusätzlich Erfahrung von OKX, CAA Sports und der Werbegruppe Havas mit.
Zweiter Neuzugang ist Jamal Raees, der von Polygon Labs kommt und als General Manager Payments künftig mit Zahlungsdienstleistern und Unternehmen an der Nutzung von Solana als Zahlungsinfrastruktur arbeitet. Er war zuvor bei der Stablecoin-Infrastrukturfirma Bridge und dem Zahlungsdienstleister Wyre tätig.
Beide Personalien folgen auf die Berufung von Michael Coates, der Anfang des Jahres als Chief Information Security Officer von Mozilla und Twitter zur Foundation wechselte.
Token Supercycle als Wachstumsnarrativ
Die Foundation untermauert die Personalentscheidungen mit Zahlen zum eigenen Netzwerk. Über die Blockchain sind 2026 bereits mehr als fünf Billionen Dollar an Stablecoin-Volumen abgewickelt worden. Reale Vermögenswerte auf dem Netzwerk haben die Marke von 4,5 Milliarden Dollar überschritten, das Volumen tokenisierter Aktien liegt bei über 620 Millionen Dollar.
Foundation-Präsidentin Lily Liu beschreibt diese Entwicklung als „Token Supercycle“ — die Verlagerung von Geld, Vermögenswerten und Eigentum auf durchgehend verfügbare Infrastruktur. Die Frage sei nicht mehr, ob Märkte on-chain wandern, sondern wie schnell und auf wessen Infrastruktur.
Parallel zu den Personalentscheidungen läuft der technische Umbau des Netzwerks weiter: Vergangene Woche senkte Solana die Ziel-Blockzeit auf 250 Millisekunden, eine Beschleunigung um rund 17 Prozent und der dritte von vier geplanten Schritten in diese Richtung.
ARK Invest bleibt investiert
Auch bei institutionellen Investoren bleibt Solana im Blick. Cathie Woods ARK Invest hat seine Position im 3iQ Solana Staking ETF erneut leicht aufgestockt, über die Fonds ARKW und ARKF wanderten Anteile im Wert von rund 54.000 Dollar ins Depot. Die Order reiht sich in eine Serie kleinerer Nachkäufe seit Juli ein — ein deutlicher Kontrast zu den Verkäufen bei Kryptoaktien wie Coinbase und Circle, die ARK im September vorgenommen hat.
Die Kombination aus Personalaufbau, technischer Beschleunigung und anhaltendem institutionellem Interesse zeichnet ein Bild eines Netzwerks, das sich gezielt auf Zahlungsverkehr und institutionelle Kapitalmärkte ausrichtet. Ob sich das Wachstum bei Stablecoin-Volumen und tokenisierten Assets in den kommenden Monaten fortsetzt, dürfte sich an der Umsetzung der neu besetzten Positionen zeigen.
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