Solana verzeichnet einen historischen Meilenstein beim Netzwerkdurchsatz – und trotzdown bricht der Kurs eine wichtige Unterstützung. Zeitgleich sorgt ein Exploit bei einem Solana-nahen Protokoll für zusätzliche Nervosität in der Ökosystem-Wahrnehmung.
Rekordwoche im Netzwerk
Nach dem Alpenglow-Upgrade hat Solana erstmals mehr als eine Milliarde Non-Vote-Transaktionen innerhalb einer Woche verarbeitet. Parallel dazu kletterte der in Solana-Anwendungen gebundene Gesamtwert (TVL) auf den höchsten Stand seit Anfang Juni. Langfristige Investoren bauen ihre Bestände offenbar wieder aus – ein Signal, das auf wachsendes Vertrauen in die Infrastruktur hindeutet.
Charttechnik bricht Unterstützung
Der fundamentale Rekord fällt allerdings in eine Phase charttechnischer Schwäche. SOL bewegte sich zuletzt in einer engen Spanne oberhalb des EMA-20, mit einem RSI im neutralen bis leicht bullischen Bereich. Die entscheidende Unterstützung bei 79,23 US-Dollar hat der Kurs inzwischen unterschritten – aktuell notiert Solana bei rund 75,85 US-Dollar.
Damit hat sich das ursprünglich mit etwa 20 Prozent Wahrscheinlichkeit bewertete bärische Szenario realisiert: Ein Bruch der Unterstützung, verbunden mit einem RSI unter 45 und einem Fall unter den EMA-20, würde die Korrektur ausweiten. Ein positives Gegenstück bliebe ein nachhaltiger Ausbruch über 83,74 US-Dollar, der laut Chartanalyse den Weg in Richtung 90 bis 95 US-Dollar öffnen könnte.
Exploit bei Allbridge wirft Schatten
Zusätzliche Unruhe brachte ein Vorfall beim Cross-Chain-Bridge-Protokoll Allbridge Core, das nach einem Flash-Loan-Angriff in Höhe von rund 1,65 Millionen Dollar pausiert wurde. Der Angreifer nutzte dabei einen Kredit über 1,12 Millionen Dollar vom Solana-basierten Kreditprotokoll Kamino, um die Liquiditätsverhältnisse eines Stablecoin-Pools zu manipulieren. Die erbeuteten Mittel wurden anschließend von Solana auf Ethereum gebrückt und über Privacy-Protokolle verschleiert.
Allbridge hat Nutzer aufgerufen, Liquidität aus den betroffenen Pools abzuziehen, und angekündigt, sämtliche Gelder zurückerstatten zu wollen. Der Vorfall betrifft nicht die Solana-Chain selbst, zeigt aber, dass DeFi-Protokolle im Ökosystem weiterhin Angriffsfläche bieten.
Für die kommenden Handelstage bleibt der Bereich um 79,23 US-Dollar die zentrale Marke. Gelingt keine Rückeroberung, dürfte sich die Korrektur fortsetzen – ein Rückgewinn dieser Zone würde dagegen die ursprünglich favorisierte Konsolidierungsphase wieder ins Spiel bringen.
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