Die Zahlen sind atemberaubend. Seit Jahresbeginn hat sich die Soitec-Aktie mehr als versechsfacht. Am Montag legte sie erneut 4,10 Prozent auf 141,00 Euro zu. Wer im Januar für 25 Euro gekauft hat, sitzt heute auf einem Kursplus von über 450 Prozent. Der Hype um KI-Chips hat den französischen Halbleiterspezialisten erfasst.
Doch die Euphorie hat eine Schattenseite. Der Kurs liegt nur noch knapp 30 Prozent unter dem Allzeithoch von knapp 200 Euro aus dem Mai. Seitdem ging es um fast zehn Prozent nach unten. Die Volatilität ist extrem: annualisiert bei 147 Prozent. Der RSI von 48,8 signalisiert weder überkauft noch überverkauft — der Markt sucht eine Richtung.
Analysten trauen dem Wachstum nicht ganz
17 Analysten haben nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses ihre Modelle aktualisiert. Für das Geschäftsjahr 2027 erwarten sie einen Umsatz von 634,1 Millionen Euro — ein Plus von 7,1 Prozent. Das klingt ordentlich, aber nicht nach einer Explosion.
Der auffälligere Wert: Der Verlust je Aktie soll von 6,17 Euro auf magere 0,05 Euro schrumpfen. Fast eine Vollbremsung der Verlustzone. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 134 Euro — unter dem aktuellen Kurs. Viele Analysten sehen also eher Abwärtspotenzial.
Photonik wird zum Umsatztreiber
Der wichtigste Grund für den Optimismus ist die Photonik-Sparte. Sie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals die 100-Millionen-Dollar-Marke geknackt. Und das früher als geplant. Die Nachfrage aus KI-Rechenzentren treibt das Wachstum.
In den nächsten drei Jahren könnte der Bereich sogar dreistellig zulegen. Der Grund: Optische Transceiver und Co-Packaged Optics ersetzen klassische Kupferverbindungen. Ein Trend, von dem Soitec überproportional profitiert.
Die klassischen Geschäfte mit RF-SOI für Smartphones leiden dagegen noch unter Lagerkorrekturen. Analysten rechnen aber mit einer Erholung innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Stabile Bilanz, aber kein Spielraum
Seit April führt Laurent Rémont das Unternehmen. Sein Plan: freien Cashflow zurückbringen. Die Investitionen sinken von 135 auf rund 100 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung liegt bei nur dem 0,4-Fachen des operativen Ergebnisses. Solide Werte.
Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres erwartet Soitec ein Umsatzplus von rund 15 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Hauptversammlung findet im Juli statt — der nächste Termin für Anleger.
Soitec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Soitec-Analyse vom 15. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Soitec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Soitec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
