SoftBank rückt zunehmend als technischer Entwickler in den Fokus. Bisher kannten Anleger den Konzern vor allem für milliardenschwere Finanzwetten. Jetzt liefert die Telekommunikationstochter handfeste Ergebnisse aus der eigenen Forschung. Das Ziel: die Infrastruktur für künftige 6G-Netze.
Durchbruch bei fliegenden Basisstationen
SoftBank Corp. hat eine neue Technologie namens „Dynamic Nullforming“ entwickelt. Sie löst ein zentrales Problem fliegender Basisstationen in der Stratosphäre. Diese sogenannten HAPS-Systeme stören oft irdische Mobilfunknetze. Die neue Technik unterdrückt gezielt Funkwellen in bestimmte Richtungen.
Ein Feldtest auf der Insel Hachijo lieferte nun den Beweis. Ein Kleinflugzeug kreiste in rund 3.000 Metern Höhe. Dabei erreichte die Maschine Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde. Die ständige Positionsänderung war die größte technische Hürde. SoftBank gelang es, die Störsignale dynamisch herauszufiltern.
Frequenzen effizienter nutzen
Dieser Erfolg ebnet den Weg für das sogenannte Spectrum Sharing. Fliegende und bodengebundene Netze können künftig dieselben Frequenzbänder nutzen. Das ist ein entscheidender Vorteil für kommende Funkstandards. Weltweit sind Frequenzen eine knappe Ressource.
Das japanische Institut für Informations- und Kommunikationstechnologie fördert diese Forschung. Das Projekt ist Teil eines nationalen Programms für Netzwerke der nächsten Generation.
Nationale KI-Allianz formiert sich
Parallel dazu baut die SoftBank-Gruppe ihre Position bei Künstlicher Intelligenz aus. Mitte April gründete der Konzern eine Allianz mit NEC, Honda und Sony. Das Konsortium will ein physisches KI-Grundlagenmodell für den japanischen Markt entwickeln. Das System lernt ausschließlich mit lokalen Daten.
SoftBank und NEC leiten die Entwicklung der Software. Sony und Honda bringen die Technologie anschließend in Fabriken und Fahrzeugen zum Einsatz. Bis 2030 soll die KI in der Praxis laufen. Die Partner planen einen Antrag auf staatliche Fördermittel. Die japanische Regierung stellt dafür bis zu eine Billion Yen bereit.
SoftBank treibt die Tests für die fliegenden Basisstationen nun weiter voran. Die gewonnenen Daten fließen direkt in die Standardisierung künftiger Mobilfunknetze. Die Telekommunikationstochter positioniert sich damit als Rüstungslieferant für die globale 6G-Infrastruktur.
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