SoftBank: LY schiebt LINE-MAN-Deal ins Jahr 2027

Symbolbild, KI-generiert

Jefferies hob die SoftBank-Einstufung an; der geplante Aktienerwerb durch LY Corporation verschiebt sich auf Ende Januar 2027.

Auf einen Blick:
  • SoftBank-Aktie heute 0,7 Prozent schwächer
  • Jefferies erhöht Kursziel auf JPY 7.270
  • LY Corporation verschiebt geplanten Aktienerwerb
  • SoftBank erwartet minimale Ergebnisauswirkungen

SoftBank Group geriet gestern wegen anhaltender Zweifel an der Rentabilität hoher Investitionen in KI-Rechenzentren unter Druck. Medienberichten zufolge fürchten Anleger, dass die Ausgaben nicht genügend Produktivitätsgewinne und Gewinne bringen könnten; Technologie- und KI-Aktien blieben entsprechend schwankungsanfällig. Heute fällt die SoftBank-Aktie um 0,7%.

Finanzierungssorgen und eine Analystenhochstu fung

Die Finanzierung der KI-Investitionen beschäftigte den Markt bereits am 20. Oktober. Bloomberg berichtete damals, dass der Aufschlag für fünfjährige Kreditausfallversicherungen auf SoftBank den höchsten Stand seit fast vier Jahren erreicht habe. Als Belastungen nannte der Bericht den Finanzierungsbedarf und eine mögliche Übernahme von Allied Universal.

Bloomberg Intelligence schätzte für das im März 2027 endende Geschäftsjahr einen Mittelabfluss von mindestens US$6 Milliarden. Am 22. Oktober berichtete Bloomberg zudem über steigende Finanzierungskosten und Zweifel an der Nachhaltigkeit von SoftBanks KI-Investitionen.

Jefferies stufte SoftBank am 28. Oktober von „Underperform“ auf „Hold“ hoch. Das Analysehaus erhöhte sein Kursziel von JPY 3.140 auf JPY 7.270. Ausschlaggebend war laut Jefferies das nach dem Ausverkauf geringere Abwärtsrisiko, nicht eine neue These für zusätzliches Kurspotenzial.

LINE-MAN-Einstieg verschiebt sich

Unabhängig davon verschiebt sich der geplante Erwerb neuer LINE-MAN-Aktien durch LY Corporation. SoftBank teilte am Freitag mit, dass der Abschluss statt Ende Oktober erst Ende Januar 2027 erfolgen soll. Das vorgesehene Investitionsvolumen beträgt USD 130 Millionen.

Als Grund nannte SoftBank zusätzlichen Zeitbedarf für die Abstimmung der Vereinbarungen. Der Konzern erwartet durch die Verschiebung nur minimale Auswirkungen auf sein konsolidiertes Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr.

Den nächsten Einblick in die Geschäftsentwicklung will SoftBank am 10. November geben. Dann stehen die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 und die sechs Monate bis zum 30. September 2026 an.

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