Der Nikkei 225 verliert am Dienstag deutlich, und mittendrin gehört SoftBank Group zu den größten Verlierern unter den Schwergewichten. Die Aktie büßt mehr als 3 Prozent ein, während der Gesamtmarkt um knapp 1 Prozent nachgibt. Der Ausverkauf trifft SoftBank damit überdurchschnittlich hart.
Auslöser ist eine Gemengelage aus schwachen Vorgaben von der Wall Street und wachsender Nervosität am Anleihemarkt. Der Dow, die Nasdaq und der S&P 500 hatten am Montag allesamt nachgegeben, nachdem die Stärke vom Freitag verpufft war. Bankwerte und Exportfirmen in Tokio gerieten am Dienstag entsprechend unter Druck, auch wenn einzelne Technologietitel wie Sony gegen den Trend zulegten.
Milliarden-Anleihe treibt Risikoaufschläge
Hinter der Kursschwäche steckt aber auch ein spezifischer Faktor: SoftBank hat mit einer Hochzins-Anleihe über 10 Milliarden Dollar maßgeblich zu einem Rekordmonat am US-Markt für Unternehmensanleihen beigetragen. Der September brachte laut Marktdaten ein Emissionsvolumen von 38,51 Milliarden Dollar bei Hochzinsanleihen — der aktivste Monat des Jahres.
Diese Emissionswelle drückt auf die Risikoaufschläge. Der Extra-Zins, den Anleger für das Halten von Ramschanleihen gegenüber Staatsanleihen verlangen, kletterte auf 294 Basispunkte und markiert damit den höchsten Stand seit April. Bei den schwächsten Bonitätsstufen fällt der Anstieg noch deutlicher aus.
Goldman Sachs ordnet einen Großteil dieser Emissionswelle dem KI-Boom zu: Rund 600 Milliarden Dollar an Schuldtiteln über alle Marktsegmente hinweg lassen sich in diesem Jahr auf KI-Investitionen zurückführen. Nur etwa 40 Prozent davon stammen von den großen Cloud-Anbietern — ein Hinweis darauf, wie breit sich die Finanzierungslast inzwischen über die Branche verteilt, zu der auch SoftBank mit seinen Beteiligungen zählt.
Analysten bei Goldman sehen den Höhepunkt der Emissionswelle für dieses Jahr bereits erreicht, erwarten aber für 2027 eine erneute Beschleunigung. Für SoftBank bedeutet das: Die Finanzierungskosten für weitere KI-Wetten dürften vorerst hoch bleiben, während der Yen gegenüber dem Dollar bei knapp 157 kaum Entlastung bietet.
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