Analysten sehen Gewinnpotenzial durch KI-Lösungen
Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Einschätzung für die SoftBank Group heute deutlich verbessert. Das US-Investmenthaus hob das Rating von zuvor „Neutral“ auf nunmehr „Kaufen“ an. Gleichzeitig wurde das Kursziel substanziell von zuvor 243 Yen auf 290 Yen nach oben korrigiert. Hintergrund dieser Optimierung ist die Erwartung einer verbesserten Ertragslage, die primär durch die Implementierung und den Vertrieb von KI-Lösungen getrieben werden dürfte.
Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert Goldman Sachs einen operativen Gewinn von 1,17 Billionen Yen. Damit liegen die Experten rund 12 Prozent über dem Vorjahreswert und übertreffen zudem die unternehmenseigene Zielsetzung von 1,10 Billionen Yen.
Die Schätzungen für das operative Ergebnis in den Jahren 2027 bis 2029 wurden in der Folge um fünf bis zehn Prozent angehoben. Der Markt reagierte positiv auf diese Aussichten: Die Aktie legte heute um 4,6 Prozent zu und notiert aktuell bei 30,50 Euro.
Expansion in den Batteriemarkt für Rechenzentren
Parallel zur Analystenbewertung treibt der japanische Technologiekonzern seine operative Expansion voran. Die Telekommunikationssparte von SoftBank gründet ein Joint Venture mit dem südkoreanischen Unternehmen Cosmos Lab und dem KI-Spezialisten DeltaX. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll in Japan Batterien entwickeln und produzieren, die speziell auf die Anforderungen von KI-Rechenzentren, industriellen Anwendungen und modernen Stromnetzen zugeschnitten sind.
Die Produktion in Osaka soll bereits im Geschäftsjahr 2027 anlaufen, gefolgt von einer geplanten Massenfertigung im darauffolgenden Jahr. Bis zum Geschäftsjahr 2030 streben die Partner einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Yen an. Das Vorhaben unterstreicht die Strategie, die notwendige Infrastruktur für das wachsende KI-Ökosystem im japanischen Markt abzusichern.
Strategische Milliarden-Investitionen im Fokus
Diese operativen Schritte sind eingebettet in eine Reihe massiver Kapitalzusagen. Berichten zufolge engagiert sich SoftBank mit bis zu 35 Milliarden US-Dollar bei OpenAI und stellt weitere 500 Millionen US-Dollar für das Projekt Stargate bereit. Zudem wurde heute bekannt, dass sich der Konzern an einer Finanzierungsrunde in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar für Thrive Holdings beteiligt hat. Thrive fokussiert sich darauf, KI-Anwendungen in Unternehmen zu integrieren, wobei Tools wie TaxAI bereits deutliche Effizienzsteigerungen erzielen konnten.
An der Börse sorgte die Kombination aus positiven Analystenstimmen und den konkreten Expansionsplänen für eine deutliche Erholung. Nachdem das Papier am gestrigen Dienstag noch bei 29,15 Euro aus dem Handel gegangen war, konnte es im heutigen Verlauf die Verluste der vergangenen Handelstage teilweise wettmachen. Die langfristige Wachstumsstory des Konzerns bleibt damit eng mit der Entwicklung des globalen Sektors für Künstliche Intelligenz verknüpft.
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