Die Rating-Agentur S&P Global Ratings hat den Ausblick für SoftBank Group von stabil auf negativ gesenkt. Der Grund liegt auf der Hand. Die zusätzlichen 30 Milliarden Dollar, die Masayoshi Sons Konzern in diesem Jahr in OpenAI pumpt, bringen die Bilanz unter Druck. Die Gesamtinvestition in den ChatGPT-Entwickler steigt damit auf 64,6 Milliarden Dollar. Dafür erhält SoftBank einen Anteil von 13 Prozent.
S&P lässt das Rating selbst bei BB+ stehen, aber die Warnung ist deutlich. Die Liquidität der Vermögenswerte, die Qualität des Portfolios und die finanzielle Kapazität dürften sich verschlechtern. SoftBank wird wohl Vermögenswerte verkaufen müssen, um den Druck zu lindern. Doch wann und in welchem Umfang das passiert, bleibt unklar.
Die Zahlen sprechen für sich. Ein dreistelliger Milliardenbetrag liegt zwar für weitere Investitionen bereit, doch die Ratingagentur sieht die finanzielle Flexibilität schwinden. Das ist keine Kleinigkeit für einen Konzern, der sich gerade voll auf künstliche Intelligenz fokussiert.
PayPay-Börsengang als Hoffnungsschimmer
Gleichzeitig versucht SoftBank, mit der Tochter PayPay frisches Geld an der Börse einzusammeln. Die japanische Bezahl-App strebt eine Bewertung von bis zu 13,4 Milliarden Dollar an. Knapp 55 Millionen amerikanische Hinterlegungsscheine sollen zwischen 17 und 20 Dollar das Stück platziert werden. Das könnte bis zu 1,1 Milliarden Dollar in die Kasse spülen.
PayPay hat seit der Gründung 2018 rund 72 Millionen registrierte Nutzer gewonnen und ist damit eine der beliebtesten digitalen Geldbörsen Japans. Namhafte Investoren wie die Qatar Investment Authority, Visa und die Abu Dhabi Investment Authority zeigen Interesse an Anteilen im Wert von bis zu 220 Millionen Dollar.
Der Börsengang kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die IPO-Roadshow musste wegen der Marktturbulenzen im Nahen Osten zunächst verschoben werden. Analysten sehen PayPay aber als relativ geschützt vor KI-Disruption und geopolitischen Risiken. Ein erfolgreicher Start an der Nasdaq könnte das Vertrauen in den schwächelnden IPO-Markt stärken. Für SoftBank wäre das eine willkommene Entlastung in einer angespannten finanziellen Lage.
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