SoftBank braucht frisches Kapital. Der Technologiekonzern wollte sich rund sechs Milliarden US-Dollar leihen. Als Sicherheit sollte die wertvolle Beteiligung an OpenAI dienen. Die Verhandlungen gerieten nun ins Stocken. Das wirft Fragen zur Strategie des Unternehmens auf.
Die Börse reagierte prompt auf den Rückschlag. In der vergangenen Woche gab der Kurs zeitweise deutlich nach. Am Freitag schloss die Aktie dann wieder im Plus bei 38,10 Euro. Ein Tagesgewinn von 2,46 Prozent. Auf Monatssicht steht sogar ein Plus von 13,65 Prozent auf der Anzeigetafel.
OpenAI-Beteiligung im Fokus
Im Zentrum steht das wertvollste Asset im Portfolio. SoftBank hält schätzungsweise 13 Prozent an dem ChatGPT-Entwickler OpenAI. Bei der letzten Finanzierungsrunde im März erreichte das KI-Unternehmen eine astronomische Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar. Der Anteil der Japaner ist damit mehr als hundert Milliarden Dollar wert.
Der Konzern benötigt die liquiden Mittel dringend. Die ehrgeizige KI-Strategie verschlingt viel Geld. Über den Vision Fund investiert SoftBank weltweit in Wachstumsunternehmen. Der Fokus liegt klar auf künstlicher Intelligenz und Robotik. Ein geplatzter Kredit bremst diese Expansionspläne aus.
Turbulente Wochen voraus
Parallel dazu ordnet das Management die Finanzen neu. Erst am 10. Juni zahlte SoftBank ältere US-Dollar-Anleihen vorzeitig zurück. Wenige Tage zuvor legte das Unternehmen die Konditionen für neue Hybridanleihen in Japan fest. Das zeigt Handlungsfähigkeit.
Am 23. Juni tritt das Management vor die Aktionäre. Auf der Hauptversammlung dürften die blockierten Kreditverhandlungen das dominierende Thema sein. Investoren fordern Klarheit, wie der Konzern seine KI-Projekte künftig bezahlt. Ohne eine überzeugende Lösung droht der Aktie trotz der jüngsten Gewinne neuer Druck.
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