SoftBank Aktie: Margin Loan schrumpft wegen OpenAI-Besicherung

SoftBank stößt bei der Kreditaufnahme für KI-Projekte auf Zurückhaltung und setzt nun verstärkt auf Börsengänge als Kapitalquelle.

Auf einen Blick:
  • Margin Loan für OpenAI-Beteiligung verkleinert
  • Geplante IPOs von SB Energy und Roze
  • Hauptversammlung am 24. Juni als Richtungsweiser
  • Aktie notiert unter jüngstem Hoch

SoftBank will bei künstlicher Intelligenz groß bauen. Sehr groß. Der Konzern treibt Rechenzentren, Energieprojekte und Robotik voran, stößt bei der Finanzierung aber auf mehr Skepsis als zuvor. Genau dort liegt jetzt der Kernkonflikt.

Kreditpläne geraten ins Stocken

SoftBank hat seine Pläne für einen größeren Margin Loan zuletzt offenbar verkleinert. Der Kredit sollte über die Beteiligung an OpenAI besichert werden. Potenzielle Geldgeber reagierten jedoch zurückhaltend, weshalb der japanische Investmentkonzern seine Fremdfinanzierung anpassen musste.

Das ist kein kleines Detail. SoftBank sitzt zwar nach der früheren „Defense Mode“-Phase wieder auf einer solideren Kasse. Die neuen KI-Projekte sind aber kapitalintensiv und könnten die Bilanz stärker beanspruchen.

Börsengänge sollen Kapital liefern

Als zusätzlicher Hebel rücken nun zwei geplante US-Börsengänge in den Vordergrund. SoftBank bereitet Listings für den Energieentwickler SB Energy und die Robotik-Abspaltung Roze vor. Goldman Sachs, JPMorgan, Mizuho und Morgan Stanley sollen die Transaktionen begleiten.

Roze soll autonome Systeme einsetzen, um den Bau großer KI-Rechenzentren zu beschleunigen. Das adressiert ein reales Problem: Arbeitskräfte sind in vielen Infrastrukturprojekten knapp.

SB Energy hat eine klarere Projektstory. Die Einheit soll in Texas einen Rechenzentrumscampus mit 1,2 Gigawatt entwickeln. OpenAI unterstützt das Vorhaben mit einer Zusage über 500 Millionen Dollar.

Hauptversammlung wird zum Prüfstein

An der Börse hat SoftBank weiter Rückenwind durch die starke Bewertung der Chipdesign-Tochter Arm. Am 29. Mai 2026 schloss die Aktie in Tokio bei 7.491,00 Yen.

Der Abstand zum jüngsten Hoch bleibt dennoch sichtbar. Das Papier liegt rund 6,8 Prozent unter dem Niveau von 8.038,00 Yen, das Anfang Mai erreicht wurde. Kein Wunder, dass die Finanzierung der nächsten Wachstumsphase stärker geprüft wird.

Am 24. Juni 2026 steht die Hauptversammlung an. Dort dürfte das Management mehr zur Finanzierung des geplanten 75-Milliarden-Euro-Investments in europäische KI-Anlagen sagen. Auch der Zeitplan für Roze und SB Energy rückt dann in den Blick. Für die Marktstimmung zählen vor allem zwei Punkte: der Verschuldungsgrad im Verhältnis zum Beteiligungswert und die Entwicklung des Vision-Fund-Portfolios.

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