Die Zeichen stehen auf Großauftrag für SoftBank. Der japanische Technologiekonzern gehört zu den ersten Kandidaten für Japans geplantes 550-Milliarden-Dollar-Investitionspaket in den USA. Das berichten gleich vier mit der Sache vertraute Quellen gegenüber Reuters. Es geht um ein großes Infrastrukturprojekt im Bereich Rechenzentrumsbau.
Seit Dezember laufen intensive Gespräche zwischen Tokio und Washington. Bereits vier Beratungsausschuss-Sitzungen haben stattgefunden, an denen das US-Handels- und Energieministerium sowie japanische Außen-, Finanz- und Industrieministerien beteiligt waren. Die staatlichen Finanzinstitutionen JBIC und NEXI sind ebenfalls im Boot. Erste Projekte sollen noch vor Premierministerin Sanae Takaichis geplantem USA-Besuch im Frühjahr formalisiert werden.
Das Investitionspaket ist Teil eines Deals zur Senkung von Zöllen auf japanische Exporte in die USA. Finanziert werden soll über Eigenkapital, Kredite und Kreditgarantien der staatlichen Institutionen. Auch japanische Megabanken stehen bereits in Verhandlungen über eine Beteiligung.
Trump entscheidet am Ende persönlich
Die finale Auswahl trifft Präsident Donald Trump höchstpersönlich. Der Investitionsausschuss unter Leitung des US-Handelsministers wird ihm Empfehlungen vorlegen. Tokio hat klargestellt, dass man das Investitionsprogramm unabhängig von der erwarteten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Trumps globalen Zöllen durchziehen will. Es gehe um den gemeinsamen Aufbau wichtiger Lieferketten zum beiderseitigen Nutzen.
Für SoftBank könnte das Projekt einen wichtigen strategischen Schritt bedeuten. Rechenzentren sind das Rückgrat der digitalen Wirtschaft und der KI-Revolution. Mit staatlicher Rückendeckung aus Japan ließe sich hier ein gewaltiger Fuß in die Tür des US-Marktes setzen.
Anleger sollten die Entwicklung genau verfolgen. Wenn das Projekt im Frühjahr tatsächlich besiegelt wird, könnte das der Aktie neuen Schwung verleihen. Die Dimensionen sind jedenfalls beeindruckend. 550 Milliarden Dollar sind kein Pappenstiel.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
