SoftBank Aktie: 4,6 Prozent auf Allzeithoch bei 7.070 Yen

SoftBank-Aktie steigt auf Allzeithoch, getrieben durch erwarteten Börsengang von OpenAI und eigene IPO-Pläne. Schuldenlast bleibt hoch.

Auf einen Blick:
  • Neues Allzeithoch für SoftBank-Aktie
  • OpenAI-Börsengang als Kurstreiber
  • Anleiheemission über 1,6 Milliarden Dollar
  • Schuldenlast von 16 Billionen Yen

SoftBank hat am Montag ein neues Allzeithoch erreicht. Die Aktie stieg um 4,6 Prozent auf 7.070 Yen. Zeitweise war der Technologiekonzern mehr wert als Toyota – das erste Mal seit 2000.

Grund für den Höhenflug sind wachsende Hoffnungen auf milliardenschwere Börsengänge. Allen voran das KI-Unternehmen OpenAI. SoftBank hält rund 13 Prozent an OpenAI und hat seit September 2024 knapp 65 Milliarden Dollar investiert. Die private Bewertung von OpenAI liegt bei 852 Milliarden Dollar. Ein Börsengang könnte ab September kommen.

Auch der Energietochter SB Energy Corp. steht ein US-IPO bevor. Das Unternehmen verfügt über 18 Milliarden Dollar Projektkapital und 5 Gigawatt Energieanlagen.

Die positive Stimmung treibt die SoftBank-Aktie seit Jahresbeginn um 61 Prozent nach oben. Allein in den letzten drei Tagen legte der Kurs rund 40 Prozent zu.

Der gesamte Börsenwert des Konzerns übersteigt inzwischen 40 Billionen Yen – umgerechnet rund 252 Milliarden Dollar.

Anleiheemission zur Refinanzierung

Parallel zum Kursanstieg kündigte SoftBank eine neue Anleihe an. Das Unternehmen will 260 Milliarden Yen (etwa 1,6 Milliarden Dollar) bei japanischen Privatanlegern aufnehmen.

Die nachrangigen Hybridanleihen haben eine Laufzeit von 35 Jahren. Sie sind ab Juni 2031 kündbar. Der Kupon liegt voraussichtlich zwischen 4,8 und 5,6 Prozent.

Erst im April hatte SoftBank 418 Milliarden Yen mit einem Kupon von 4,97 Prozent aufgenommen. Das frische Geld dient der Refinanzierung bestehender Dollar-Anleihen.

Arm und Nvidia als zusätzliche Treiber

Arm Holdings, an dem SoftBank beteiligt ist, legte seit dem 20. Mai um 30 Prozent zu. Der Chipentwickler trägt rund 40 Prozent zum Nettoinventarwert bei. Grund sind starke Zahlen von Nvidia.

Schuldenlast bleibt hoch

Trotz der Euphorie bleibt die Schuldenlast hoch. SoftBank trägt rund 16 Billionen Yen an verzinslichen Verbindlichkeiten.

Ein 40-Milliarden-Dollar-Brückenkredit wird im März 2027 fällig.

Der Abschlag auf den Nettoinventarwert ist von 50 auf 17 Prozent gesunken. Die Anleiheemission zeigt: SoftBank bleibt auf günstige Finanzierung angewiesen.

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