SoftBank meldet den höchsten Jahresgewinn der japanischen Unternehmensgeschichte. Ganze 32 Milliarden US-Dollar stehen unter dem Strich. Ein gigantischer Erfolg auf dem Papier. Die Realität dahinter sieht deutlich komplexer aus.
Der Gewinn stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 32 Milliarden US-Dollar. Das entspricht fast einer Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr. Treiber dieser Entwicklung war der hauseigene Vision Fund. Fast der gesamte Ertrag stammt aus der Beteiligung an OpenAI.
Andere Wetten gingen indes schief. Der erste Vision Fund verlor Milliarden. Ein Datenleck beim E-Commerce-Anbieter Coupang ließ dessen Aktienkurs einbrechen. Auch Investments in DiDi Global und Klarna belasteten die Bilanz. Die Gewinne aus dem KI-Sektor überstrahlen diese Fehltritte aktuell.
Börsengang und Chip-Gewinne stützen
Frisches Kapital brachte der Börsengang der Tochter PayPay. Das Unternehmen sammelte an der US-Börse knapp 880 Millionen Dollar ein. Die Aktien starteten mit einem deutlichen Plus in den Handel. Parallel dazu profitierte SoftBank von seiner Mehrheitsbeteiligung an Arm Holdings.
Der Chipdesigner verzeichnete im Frühjahr einen Kurssprung von 38 Prozent. Hinzu kamen lukrative Verkäufe von Nvidia-Aktien und Buchgewinne bei Intel. Diese Erlöse halfen dem Konzern enorm. Sie glichen die Schwäche des langjährigen Sorgenkinds Alibaba aus.
Schuldenberg wächst rasant
Trotz der Rekordzahlen wächst die Skepsis am Kreditmarkt. S&P Global Ratings senkte den Ausblick für SoftBank auf negativ. Der Grund ist die aggressive Finanzierung der OpenAI-Beteiligung. SoftBank plant bis 2026 weitere Investitionen in das KI-Unternehmen.
Das Gesamtengagement soll auf fast 65 Milliarden Dollar steigen. Dafür nahm der Konzern im März einen Überbrückungskredit auf. Davon sind aktuell noch 17,5 Milliarden Dollar offen. Finanzchef Yoshimitsu Goto beschwichtigt die Kritiker.
Er verweist auf ein massives Liquiditätspolster. Die Barreserven von 3,5 Billionen Yen decken laut Goto anstehende Anleihetilgungen für mehr als zwei Jahre ab. Ein beruhigender Puffer.
Neue Milliarden für die Robotik
Abseits von reiner Software treibt SoftBank seine Hardware-Strategie voran. Der Vorstand hat den Kauf der Robotik-Sparte von ABB genehmigt. Die Wettbewerbshüter müssen dem Deal noch zustimmen. Der Konzern plant den Abschluss für Ende 2026.
Die Sparte baut industrielle Roboterarme für Fabriken. Sie beschäftigt weltweit rund 7.000 Mitarbeiter. Der Konzern drosselt sein Tempo also nicht. Für das laufende Geschäftsjahr sind bereits weitere 38,5 Milliarden Dollar an Investitionen reserviert.
Das Management liefert traditionell keinen konkreten Ausblick auf den künftigen Gewinn. Die Volatilität der Technologie-Investments lässt verlässliche Prognosen kaum zu. Die kommenden Monate hängen stark von der weiteren Entwicklung bei OpenAI ab. Liefert das KI-Startup, bleibt die Bilanz stark.
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