SoftBank Group meldet einen kräftigen Kursanstieg. Der Grund liegt nicht im eigenen Kerngeschäft, sondern in einem Milliarden-Investment gleich mehrerer Tochterfirmen in den weltgrößten Convenience-Store-Betreiber.
Die Aktie legte am Freitag um 2,23 Prozent auf 27,50 Euro zu. Das bringt etwas Erleichterung nach einem schwachen Monat: Auf 30-Tage-Sicht steht immer noch ein Minus von 12,28 Prozent zu Buche. Der RSI von 40,0 zeigt, dass der Titel den überverkauften Bereich gerade erst verlässt.
SoftBank-Töchter steigen bei 7-Eleven ein
Im Zentrum der Nachricht steht ein Investment von umgerechnet rund 1,9 Milliarden Dollar in Seven & i Holdings, den Mutterkonzern der 7-Eleven-Kette. Laut offiziellen Unterlagen vom Freitag stemmen drei Partner das Investment gemeinsam: die Telekommunikationssparte SoftBank Corp, der Mobile-Payment-Anbieter PayPay und Sumitomo Mitsui Card.
Jeder der drei Partner investiert umgerechnet rund 640 Millionen Dollar und sichert sich damit einen Anteil von 2,27 Prozent an Seven & i. Ziel der Partnerschaft: digitale Bezahlsysteme und Kundenbindungsprogramme im riesigen 7-Eleven-Filialnetz verzahnen. Für die Konzernmutter SoftBank Group bedeutet der Deal einen deutlichen Ausbau des heimischen Fintech-Geschäfts. PayPay bekommt dadurch Zugang zu einem enormen Volumen an Einzelhandelstransaktionen.
Neue Aktienoptionen für Führungskräfte
Parallel zur Handelsnews bestätigte SoftBank Group am Donnerstag die finalen Details eines neuen Programms für Aktienbezugsrechte. Grundlage ist ein Vorstandsbeschluss vom 24. Juni 2026. Das Programm soll Führungskräfte und Schlüsselpersonal langfristig ans Unternehmen binden.
Insgesamt erhalten 278 Mitarbeiter der Konzernmutter und ihrer Tochtergesellschaften zusammen 3.754 Bezugsrechte. Der Ausübungspreis liegt bei 462.000 Yen pro Einheit, was 4.620 Yen je Aktie entspricht.
KI-Ambitionen bleiben im Hintergrund präsent
Neben dem Einzelhandelsgeschäft treibt SoftBank weiterhin seine milliardenschweren KI-Investitionen voran. Am 1. Juli überwies der Konzern die zweite Tranche von 10 Milliarden Dollar im Rahmen seiner 30-Milliarden-Dollar-Zusage an OpenAI. Um diese Summe zu stemmen, hat SoftBank kürzlich den Kreis der Kreditgeber für eine 40-Milliarden-Dollar-Brückenfinanzierung auf 21 internationale Banken erweitert.
Anleger wägen derzeit zwei Entwicklungen gegeneinander ab: Unsicherheit rund um die Halbleitersparte Arm auf der einen Seite, stetigen Fortschritt bei Fintech- und KI-Projekten auf der anderen. Die Aktie bleibt mit einer annualisierten Volatilität von 73,46 Prozent ein Papier für schwankungsfeste Anleger.
Die dritte OpenAI-Tranche über weitere 10 Milliarden Dollar ist für den 1. Oktober 2026 eingeplant. Vorher richtet sich der Blick auf den 6. August: Dann legt SoftBank Group seine Quartalszahlen für das erste Fiskalquartal 2026 vor.
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