SoftBank Aktie: 11,41 Prozent Sprung nach Arm-Turbulenz

Nach Kursrutsch erholt sich die SoftBank-Aktie kräftig. Der Konzern treibt das 500-Milliarden-Projekt Stargate voran und sichert sich neue Kredite.

Auf einen Blick:
  • Aktie erholt sich mit zweistelligem Plus
  • Riesenprojekt Stargate in Ohio geplant
  • Neue Kreditgeber für 40 Milliarden Dollar
  • Führungskräfte an KI-Strategie gebunden

SoftBank meldet sich mit Wucht zurück. Nach einer Woche voller Verkäufe springt die Aktie am Donnerstag um 11,41 Prozent nach oben. Die Jagd nach dem wertvollen Kern der KI-Infrastruktur hat ein neues Kapitel erreicht.

Der Kurssprung folgt auf turbulente Tage rund um die Tochter Arm Holdings. Der Chip-Designer lieferte zwar Rekordumsätze. Die vorsichtige Prognose zu Smartphone-Lizenzen verschreckte jedoch viele Marktteilnehmer. Mittlerweile dominiert wieder der Blick auf den strategischen Wert im KI-Sektor. Technische Faktoren halfen beim Rebound. Mit einem RSI von 39,3 war das Papier zuletzt fast überverkauft.

Milliarden-Wette in Ohio

SoftBank wandelt sich vom reinen Investor zum Infrastruktur-Riesen. Im Zentrum steht das Projekt „Stargate“. Die Tochter SB Energy plant ein Hub für 500 Milliarden Dollar im US-Bundesstaat Ohio. Nvidia soll Berichten zufolge Finanzierungsgarantien von bis zu 250 Milliarden Dollar bereitstellen. Damit sichert SoftBank die Rechenleistung für OpenAI ab.

Das Vorhaben transformiert den Konzern. Masayoshi Sons Strategie zielt nun direkt auf die physische Basis der KI-Welt. Das Management sicherte sich bereits einen Brückenkredit über 40 Milliarden Dollar. So will man die massiven Summen stemmen. Insgesamt 21 neue Kreditgeber beteiligen sich an dieser Finanzierung.

Finanzielle Basis steht

Parallel dazu hat das Unternehmen ein Aktienprogramm für Führungskräfte finalisiert. Die Anreize sind nun klar an den langfristigen Erfolg der Vision Funds gekoppelt. Das soll die Belegschaft auf die Strategie der Künstlichen Superintelligenz einschwören.

Die jährliche Volatilität der Aktie bleibt mit 75 Prozent extrem hoch. Im August 2026 veröffentlicht der Konzern die nächsten Quartalszahlen. Dann müssen die Japaner beweisen, ob die Beleihungsquote von zuletzt 15 Prozent stabil bleibt. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem Nettoinventarwert der Vision Funds.

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