SoftBank: ABB-Robotiksparte für 5,375 Milliarden Dollar

SoftBank verzeichnet im ersten Quartal einen Gewinnrückgang, erreicht aber einen Rekord-NAV. Milliardeninvestitionen in OpenAI und die ABB-Roboterübernahme prägen die Strategie.

Auf einen Blick:
  • Nettogewinn sinkt um 18 Prozent
  • Rekord-NAV von 72,3 Billionen Yen
  • OpenAI-Investitionen sollen auf 64,6 Mrd. Dollar steigen
  • ABB-Robotik-Übernahme für 5,375 Mrd. Dollar geplant

Der japanische Technologie-Investor SoftBank Group hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Am vergangenen Donnerstag meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von 347,3 Milliarden Yen (2,2 Milliarden US-Dollar), was einem Rückgang von 18 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz dieses Gewinnrückgangs erreichte der Nettoinventarwert (NAV) zum Stichtag 30. Juni einen Rekordstand von 72,3 Billionen Yen. Getrieben wurde diese Entwicklung maßgeblich durch die hohen Bewertungen der Beteiligung Arm Holdings.

Die jüngste Volatilität an den globalen Finanzmärkten hat jedoch bereits Spuren hinterlassen. Wie Bloomberg unter Berufung auf Unternehmensangaben berichtet, sank der pro forma berechnete Nettoinventarwert bis zum vergangenen Mittwoch auf 58,3 Billionen Yen. Diese Kalkulation bildet die Marktbewegungen bis zum 5. August ab und verdeutlicht die hohe Sensitivität des Portfolios gegenüber aktuellen Börsentrends.

Massive Investitionen in OpenAI

Der strategische Fokus von SoftBank liegt weiterhin klar auf dem Sektor der Künstlichen Intelligenz. Laut Unternehmensberichten erreichten die kumulierten Investitionen in OpenAI bis Ende März 2026 ein Volumen von 32,4 Milliarden US-Dollar. Dieses Engagement soll in den kommenden Monaten massiv ausgebaut werden. CFO Yoshimitsu Goto erklärte, dass die Gesamtinvestition bis zum 1. Oktober voraussichtlich auf 64,6 Milliarden US-Dollar ansteigen wird. Dieser Plan sieht mehrere Tranchen von jeweils 10 Milliarden US-Dollar vor, von denen die zweite bereits am 1. Juli ausgeführt wurde.

Nach Abschluss dieser Transaktionen wird der Anteil der SoftBank Group an OpenAI voraussichtlich bei rund 13 % liegen. Zur Finanzierung dieser Offensive hat sich der Konzern ein Margin-Darlehen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar gesichert. Zu den konsortialführenden Banken dieser zweijährigen Fazilität gehören unter anderem Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Mizuho Securities. Ein erster Abruf des Kapitals ist für den laufenden Monat geplant.

Expansion in Robotik und Cloud-Dienste

Abseits der KI-Beteiligungen treibt SoftBank den Ausbau seiner industriellen Basis voran. Im Rahmen der Quartalspräsentation gab das Unternehmen die geplante Übernahme der Robotik-Sparte von ABB bekannt. Der Unternehmenswert dieser Transaktion wird mit 5,375 Milliarden US-Dollar beziffert. Der Abschluss der Übernahme wird für Mitte bis Ende 2026 angestrebt, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

Parallel dazu verzeichnet auch die Tochtergesellschaft SoftBank Corp. eine starke operative Dynamik. Am Dienstag meldete das Unternehmen für das erste Quartal einen Rekordumsatz von 1.814,7 Milliarden Yen, was einem Zuwachs von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem wurde im Juli die neue Gesellschaft SB Neo, Inc. gegründet. Diese Einheit, an der die SoftBank Corp. 51 % und die SoftBank Group 49 % halten, soll die Expansion des „Neocloud“-Geschäfts auf den US-Markt unterstützen.

Am Kapitalmarkt zeigte sich die Aktie zuletzt volatil. Der Schlusskurs am gestrigen Freitag lag bei 29,80 €. Damit verzeichnete das Papier am Freitag einen Rückgang von 3,87 %. In der 7-Tage-Betrachtung ergibt sich für den Wert jedoch ein Plus von 8,36 %. Bereits im Mai hatte sich SoftBank vollständig von seiner Beteiligung an Symbotic Inc. getrennt und dabei 5,59 Millionen Aktien veräußert.

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 08. August liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)