22 Prozent nach oben in einer einzigen Nacht — so etwas hat Snowflake seit dem Börsengang 2020 nur viermal geschafft. Der Auslöser: Quartalszahlen, die selbst optimistische Prognosen alt aussehen lassen.
Der Cloud-Datenspezialist meldete für das zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von 1,55 Milliarden Dollar, ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Produktgeschäft, also das Kerngeschäft von Snowflake, wuchs sogar um 37 Prozent auf 1,49 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust schrumpfte deutlich, von 298 Millionen Dollar im Vorjahr auf jetzt 191,7 Millionen Dollar.
KI treibt das Wachstum
CEO Sridhar Ramaswamy machte auf der Analystenkonferenz deutlich, welchen Anteil künstliche Intelligenz an der Beschleunigung hat: rund die Hälfte des zusätzlichen Wachstums stammt aus KI-Produkten. Der Programmier-Assistent Cortex Code knackte die Marke von 9.100 Konten, nach einem Zuwachs von über 2.000 im Quartal. Der Enterprise-Chatbot CoWork wuchs parallel auf 5.800 Konten.
Die Kundenbasis wird zudem treuer und wertvoller. Die Nettoumsatzbindungsrate lag bei 126 Prozent, die Zahl der Kunden mit mehr als einer Million Dollar Jahresumsatz stieg um 27 Prozent auf 828. Genau diese Entwicklung überzeugt Beobachter wie D.A. Davidson-Analyst Gil Luria, der auf das expandierende Auftragsvolumen und die steigenden Margen verweist — Snowflake nutzt seine bestehende Kostenbasis zunehmend effizienter.
Ausblick angehoben
Das Management reagierte mit einer spürbaren Anhebung der Jahresprognose. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Snowflake nun einen Produktumsatz von 6,07 Milliarden Dollar, vorher waren es 5,84 Milliarden Dollar. Das entspricht einem geplanten Wachstum von 36 Prozent statt der zuvor angepeilten 31 Prozent.
Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Produktumsatz zwischen 1,588 und 1,593 Milliarden Dollar — deutlich über dem Analystenkonsens von rund 1,50 Milliarden Dollar. Auch die Profitabilität soll zulegen: Die adjustierte operative Marge wird nun bei 14,5 Prozent erwartet, nach zuvor 13,5 Prozent.
Seit Jahresbeginn steht die Aktie vor der jüngsten Rally bereits mit rund 39 Prozent im Plus, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum etwa 12 Prozent zulegte. Ob sich der nachbörsliche Sprung am Donnerstag im regulären Handel bestätigt, entscheidet sich mit der ersten Handelsstunde.
Snowflake-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Snowflake-Analyse vom 03. September liefert die Antwort:
Die neusten Snowflake-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Snowflake-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
