Nach einer starken Kurserholung in den letzten Tagen sackt die Snowflake-Aktie am Donnerstag wieder um über sechs Prozent ab. Was steckt hinter dem Kursrückgang des E-Commerce-Softwareherstellers?
Eine neue Sammelklage und die SaaSpocalyse
Auslöser des heutigen Einbruchs der Snowflake-Aktie ist die Bekanntgabe, dass eine neue Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs eingereicht wurde. Der Vorwurf in der Klage lautet, dass das Management gezielt „Umsatz-Gegenwind“ verschwiegen haben soll.
Konkret geht es darum, dass Produktverbesserungen die Effizienz so stark steigerten, dass Kunden weniger „Computing Credits“ verbrauchen mussten, um dieselbe Arbeit zu erledigen – was das Umsatzwachstum bei Snowflake direkt bremste. Solche rechtlichen Unsicherheiten führen bei institutionellen Anlegern oft zu sofortigen Verkäufen, um Risiken zu minimieren.
Zudem leidet auch die Snowflake-Aktie seit geraumer Zeit unter dem Marktnarrativ der sogenannten SaaSpocalyse. Neue KI-Agenten, wie von Anthropic oder OpenAI, werden zunehmend in der Lage gesehen, Datenorchestrierung nativ und autonom zu erledigen. Investoren fürchten deshalb, dass die klassische Data-Warehousing-Burg von Snowflake durch KI-Modelle, die Daten direkt verarbeiten können, an Relevanz verliert.
Die Kursziele purzeln
Das Umsatzwachstum von Snowflake hat sich zuletzt auf ca. 29 % abgekühlt (nach über 30 % im Vorquartal). In einem Umfeld, in dem das US-BIP-Wachstum stockt, werden hochbewertete Wachstumswerte besonders hart abgestraft.
Trotz des immer noch sehr dynamischen Umsatzwachstums bleibt Snowflake auf GAAP-Basis tief in den roten Zahlen, was bei steigender Risikoaversion am Markt zu Kursrückgängen führt. In den letzten Tagen haben Schwergewichte wie Barclays und KeyBanc ihre Kursziele für die Snowflake-Aktie teilweise drastisch gesenkt.
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