Die Smith & Wesson-Aktie schießt am Donnerstag um 17 Prozent in die Höhe und notiert zum Handelsschluss auf dem höchsten Stand seit einem Jahr. Was treibt den Kurs des US-Waffenherstellers heute so stark an?
Dieser Schuss sitzt
Der kräftige Kursanstieg der Aktie von Smith & Wesson liegt an einem phänomenalen Quartalsbericht, mit dem der US-Waffenhersteller die Erwartungen der Wall Street regelrecht pulverisiert hat. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26,7 Prozent auf 178,4 Millionen US-Dollar. Erwartet wurden vom Markt lediglich rund 142,3 Millionen Dollar.
Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um fast 77 Prozent auf 0,36 US-Dollar pro Aktie und schlug die Analystenprognose von 0,21 Dollar damit extrem deutlich.
Ein enormer Treiber für das starke Quartal war die hauseigene Produktentwicklung. Smith & Wesson gab bekannt, dass neue Produkte sage und schreibe 37,5 Prozent des Umsatzes im vierten Quartal ausmachten. Das zeigt, dass die jüngsten Neuvorstellungen bei den Konsumenten genau ins Schwarze getroffen haben.
Besonders beeindruckt zeigten sich Investoren von der Tatsache, dass Smith & Wesson in einem eigentlich stagnierenden oder leicht rückläufigen Gesamtmarkt stark wachsen konnte. Während die offiziellen US-Hintergrundüberprüfungen für Waffenkäufe im Jahresverlauf leicht sanken, meldete der Konzern einen Sprung von +23,2 Prozent bei den Handfeuerwaffen-Auslieferungen (Kurzwaffen) und ein Plus von 28,7 Prozent bei Langwaffen. Das bedeutet, dass das Unternehmen der Konkurrenz im großen Stil Marktanteile abgejagt hat.
Finanziell gesund
Neben den reinen Verkaufszahlen überzeugte die finanzielle Gesundheit. Smith & Wesson nutzte das starke Geschäft, um die Verbindlichkeiten drastisch zu reduzieren. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 60 Millionen Dollar an Schulden getilgt und schloss das Jahr mit einer Netto-Cash-Position von über acht Millionen Dollar ab. Gleichzeitig kehrte der freie Cashflow mit stolzen 90,4 Millionen Dollar kräftig in die Gewinnzone zurück (nach einem Defizit im Vorjahr).
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