Smith & Nephew-Aktie: Jetzt wird eingekauft!

Der Medizintechnik-Konzern erwirbt ein innovatives System für die Schulterchirurgie, um sein Portfolio gezielt auszubauen

Auf einen Blick:
  • Smith & Nephew kauft Integrity Orthopaedics für bis zu 450 Millionen Dollar
  • Anfangszahlung von 225 Millionen Dollar, weitere 225 Millionen erfolgsabhängig über fünf Jahre
  • Deal soll Trading-Profit-Marge bis 2028 steigern
  • Übernahme stärkt Portfolio im Bereich Rotatorenmanschetten-Reparatur

Die Briten schlagen zu. Smith & Nephew hat den Kauf von Integrity Orthopaedics angekündigt. Bis zu 450 Millionen Dollar lässt sich der Medizintechnik-Konzern die Übernahme kosten. Damit will das Unternehmen sein Portfolio im Bereich der Schulterbehandlung deutlich ausbauen.

Die Zahlen sind schnell genannt. 225 Millionen Dollar werden sofort fällig. Weitere 225 Millionen Dollar können über die kommenden fünf Jahre hinzukommen, abhängig von der Performance des übernommenen Geschäfts. Smith & Nephew finanziert den Deal aus bestehenden Mitteln. Das Geld ist also da.

Integrity Orthopaedics bringt dabei ein patentiertes System zur Reparatur der Rotatorenmanschette mit, das Tendon Seam. Das Unternehmen befindet sich noch in einer frühen kommerziellen Phase, verspricht aber niedrigere Wiedereinriss-Raten bei entsprechenden Operationen.

Die Strategie dahinter wird klarer

Der Deal kommt nur einen Monat nachdem Smith & Nephew eine Vereinfachung des Portfolios angekündigt hatte. Die orthopädische Sparte, die größte Division des Konzerns, wurde bereits umstrukturiert. Die Übernahme passt also ins Bild einer fokussierten Strategie nach dem erfolgreichen dreijährigen Turnaround-Plan.

Interessant ist auch der Zeitpunkt. Smith & Nephew justiert gerade Produktionsvolumen und Rohstoffströme, um Zollkosten abzufedern. Die Produktion läuft in Großbritannien, der Schweiz, Costa Rica, Malaysia und China. Die geografische Streuung verschafft Flexibilität.

Bis 2028 soll der Deal die Trading-Profit-Marge positiv beeinflussen. Das ist die klare Ansage des Managements. Anleger dürfen gespannt sein, ob die Integration der neuen Technologie tatsächlich die erhofften Synergien bringt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die 450 Millionen Dollar gut angelegt sind.

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