Die SMA Solar-Aktie schoss in den letzten drei Handelstagen um 24 Prozent in die Höhe. Was gibt dem deutschen Solartechnikhersteller momentan so viel Rückenwind an der Börse?
Rückenwind aus Washington
Der plötzliche Kurssprung der SMA Solar-Aktie hat einen handfesten geopolitischen und regulatorischen Auslöser, der die gesamte Solarbranche elektrisiert. Medienberichten zufolge planen die USA ein weitreichendes Importverbot für chinesische Solarkomponenten, das insbesondere Wechselrichter ins Visier nimmt.
China flutet den weltweiten Markt seit geraumer Zeit mit extrem günstigen Wechselrichtern (durch Hersteller wie Huawei oder Sungrow), was europäischen und US-amerikanischen Anbietern massiv die Margen verhagelt hat. Sollten die USA ihre Handelsschranken hier drastisch hochziehen, würde das einen riesigen Schutzwall für westliche Qualitätshersteller bedeuten. SMA Solar, das im margenstarken US-Großprojektegeschäft ohnehin stark positioniert sind, würde dadurch schlagartig massiv Marktanteile gewinnen.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Direkt im Zuge dieser Nachrichten hat die Investmentbank Jefferies reagiert und die Einstiegsfantasie neu angefacht. Ihre Analysten haben ihre Kaufempfehlung bestätigt und sehen das Kursziel der SMA Solar-Aktie bei 74 Euro. Das entspricht einem Upside von knapp 20 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Die Jefferies-Experten betonten in ihrer Studie explizit, dass ein solches Gesetz westlichen Anbietern erheblich zugutekommen würde. Das hat an der Börse für zusätzliches Vertrauen gesorgt und institutionelle Käufer angelockt. Weitere Details aus Washington dürften den Kurs der SMA Solar-Aktie weiter nach oben treiben.
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