Sleep Number Aktie: 70-Prozent-Absturz vor Chapter 11

Sleep Number bereitet Chapter-11-Antrag vor. Der Aktienkurs brach um 70 Prozent ein, nachdem Umsatz und Eigenkapital massiv schrumpften.

Auf einen Blick:
  • Kursverlust von 70 Prozent
  • Umsatzrückgang um fast 19 Prozent
  • Schuldenlast über 600 Millionen Dollar
  • Notkredit wird Ende Juni fällig

Sleep Number steht vor dem operativen Aus. Der Spezialist für smarte Matratzen bereitet Berichten zufolge einen Insolvenzantrag nach Chapter 11 vor. An der Börse löste die Nachricht eine massive Fluchtbewegung aus. Die Folge: ein Kurssturz von rund 70 Prozent am Donnerstag.

Dramatischer Umsatzschwund

Die finanzielle Lage hat sich drastisch zugespitzt. Im ersten Quartal 2026 brachen die Erlöse um fast 19 Prozent auf 319 Millionen Dollar ein. Parallel dazu weitete sich der Nettoverlust auf 50 Millionen Dollar aus. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch im einstelligen Millionenbereich.

Schuldenberg drückt Eigenkapital ins Minus

Das Unternehmen drückt eine Schuldenlast von über 600 Millionen Dollar. Dem steht ein negatives Eigenkapital von rund 578 Millionen Dollar gegenüber.

Ein im April aufgenommener Notkredit über 25 Millionen Dollar wird bereits am 30. Juni fällig. Die Zeit für eine außergerichtliche Lösung wird extrem knapp.

Das Management versuchte zuletzt, mit einem massiven Sparprogramm gegenzusteuern. Rund 200 Millionen Dollar an jährlichen Kosten sollten wegfallen. Obendrein überarbeitete das Management das gesamte Produktsortiment und richtete alle Filialen neu aus. Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um die schwache Nachfrage zu kompensieren.

Bereits Anfang des Jahres beauftragte Sleep Number die Investmentbank Guggenheim Securities, um strategische Optionen zu prüfen. Das Ziel war eine Stärkung der Liquidität und der Bilanz. Trotz dieser Bemühungen blieb der Erfolg aus, was nun in den Vorbereitungen für den Gang zum Insolvenzgericht mündet.

Rechtliche Fronten verhärten sich

Zu den finanziellen Nöten kommen rechtliche Probleme. Mehrere Kanzleien prüfen Klagen wegen möglichem Wertpapierbetrug. Sie werfen den Verantwortlichen vor, die Aktionäre über die wahre Lage getäuscht zu haben. Analysten raten mittlerweile mehrheitlich zum Verkauf der Aktie.

Die kommenden Wochen entscheiden über das Überleben der Marke. Ein Insolvenzantrag könnte dazu dienen, den Betrieb zu sanieren oder einen Käufer zu finden. Der Stichtag ist der 30. Juni, wenn die Rückzahlung des jüngsten Kredits ansteht.

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