SKF India: Marge bricht auf 5,6 Prozent ein

Der Umbau von SKF India drückt die Marge im Schlussquartal auf 5,6 Prozent, während die Autosparte weiter wächst.

Auf einen Blick:
  • Umsatzplus von 15,4 Prozent
  • Marge fällt auf 5,6 Prozent
  • Industriegeschäft rutscht in Verlust
  • Neue Führungskräfte ernannt

SKF India hat ein Übergangsjahr hinter sich. Der indische Ableger des schwedischen Wälzlagerkonzerns wächst zwar weiter, doch die laufende Neuordnung drückt spürbar auf die Profitabilität.

Im Geschäftsjahr bis Ende März 2026 stieg der Standalone-Umsatz auf 21,30 Milliarden Rupien, ein Plus von 15,4 Prozent. Konzernweit lag der Umsatz bei 37,43 Milliarden Rupien. Der Blick auf das vierte Quartal zeigt aber, wie teuer der Umbau derzeit ist: Im Industriegeschäft rutschte SKF India in die roten Zahlen, während die Auto-Sparte weiter solide Nachfrage meldete.

Umbau belastet die Marge

Besonders deutlich wird das an der Marge. Sie sank im Schlussquartal auf 5,6 Prozent, nach 23,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dahinter stehen vor allem einmalige Kosten im Zusammenhang mit der abgeschlossenen Aufspaltung, die das Unternehmen Anfang des Jahres vollzogen hat. Ziel des Demergers ist ein schärferer Fokus auf Infrastruktur und Elektromobilität.

Die Autosparte legte im Quartal um 20,7 Prozent zu. Das reicht aber nicht, um den Druck im Industriegeschäft zu kompensieren. Dort fiel ein Quartalsverlust von 19,7 Millionen Rupien an, nach einem Gewinn von 203 Millionen Rupien ein Jahr zuvor.

Führung und Kapitaldisziplin

Parallel dazu baut SKF India auch die Führungsebene um. Interims-CFO Aashi Arora schied am 14. Mai aus, ihren Posten übernimmt Mayank Holani. Außerdem wurde Prahlada GirishKumar zum neuen Strategiechef bestellt.

Finanziell bleibt das Unternehmen solide aufgestellt. Die Bilanz ist schuldenfrei, dazu kommen hohe Netto-Cash-Reserven. Der Vorstand hat eine Schlussdividende von 40 Rupien je Aktie vorgeschlagen. Am 21. Mai steht der nächste Earnings Call an, im August folgt die 65. Hauptversammlung.

An der Börse überwiegt trotzdem Zurückhaltung. Die Aktie notierte zuletzt bei 1.691 Rupien und hat im laufenden Jahr an Wert verloren. Auch die Kursentwicklung in den vergangenen Wochen bleibt schwach: In Frankfurt schloss das Papier am Freitag bei 20,68 Euro, rund 5 Prozent tiefer, und liegt damit knapp 6 Prozent unter dem Niveau von vor 30 Tagen.

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