SK Square steht vor einem entscheidenden Umbau. Während die Konzernmutter an der Börse zuletzt Federn ließ, sammelt die wichtigste Tochter SK Hynix massives Kapital für den KI-Boom ein. Neue politische Weichenstellungen in Südkorea könnten den Weg für gigantische Fabrikbauten ebnen.
Kapitalregen an der Nasdaq
Die Tochter SK Hynix hat erfolgreich rund 26,5 Milliarden US-Dollar über eine ADR-Platzierung an der Nasdaq eingesammelt. Die Nachfrage war groß: Die Papiere starteten mit einem Aufschlag von 13 Prozent in den Handel. Mit dem frischen Geld finanziert der Konzern die erste Bauphase des Halbleiter-Clusters in Yongin.
Parallel dazu plant die südkoreanische Regierung eine Lockerung der Investitionsregeln. Bisher müssen Unternehmen ihre Enkelgesellschaften vollständig besitzen, um Fabriken in bestimmten Regionen zu bauen. Dieser Schwellenwert soll nun auf 50 Prozent sinken. Für SK Hynix bedeutet das: Der Konzern kann künftig externe Partner für milliardenschwere Projekte ins Boot holen.
Licht und Schatten im Portfolio
SK Square hält aktuell 20,5 Prozent an dem Speicherchip-Spezialisten. Damit ist der Wert der Holding fast untrennbar mit dem Erfolg von SK Hynix verknüpft. Das zeigte sich zuletzt im Aktienkurs. Mit einem Kurs von 1.382.000 KRW verlor das Papier im vergangenen Monat fast 19 Prozent an Wert.
Indes bereiten andere Sparten Sorgen. Töchter wie Tmap Mobility oder Content Wavve arbeiteten zuletzt unprofitabel. Die operativen Margen dieser ungelisteten Beteiligungen blieben 2025 im negativen Bereich. Damit bleibt SK Square vorerst eine reine Wette auf die globale Halbleiter-Nachfrage.
Die Entwicklung in Seoul bleibt entscheidend für die Bewertung. Fällt die 100-Prozent-Hürde für Fabrikbauten wie geplant, kann SK Hynix seine ehrgeizige 400-Billionen-Won-Offensive schneller umsetzen. Der Fokus liegt nun auf dem Baustart der neuen Verpackungsanlage in Cheongju.
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