Die Papiere von SK Square stehen am heutigen Donnerstag massiv unter Druck. Im Zuge eines breiten Ausverkaufs an der südkoreanischen Börse verliert die Aktie der Beteiligungsholding deutlich an Boden und notiert aktuell bei 969.000,00 KRW. Dies entspricht einem Rückgang von 13,40 % gegenüber dem Vortag. Damit setzt sich die Abwärtsbewegung der letzten Wochen verschärft fort, wodurch der Wert nun rund 55,73 % unter seinem 52-Wochen-Hoch aus dem Juni liegt.
Marktturbulenzen und Handelsunterbrechungen
Der Kurseinbruch erfolgt vor dem Hintergrund eines historischen Ausverkaufs am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex KOSPI verzeichnete heute zeitweise Verluste von über 5 %, was die Handelsüberwachung dazu zwang, einen sogenannten „Sell-Side-Car“ zu aktivieren, um den Handel kurzzeitig zu stabilisieren. Auslöser für die schlechte Stimmung im Technologiesektor waren enttäuschende Prognosen der US-Speicherchiphersteller SanDisk und Western Digital, die den gesamten Sektor belasteten.
Besonders schwer traf es die Beteiligungen von SK Square. Die Tochtergesellschaft SK hynix, ein weltweit führender Hersteller von Speicherchips, verbuchte zeitweise zweistellige Kursverluste. Ausländische Investoren traten dabei massiv als Nettoverkäufer auf. Die Unsicherheit über die künftige Nachfrage im Halbleiterbereich überschattete dabei kurzfristig die positiven operativen Erfolge des Konzerns aus dem ersten Halbjahr.
Strategische Weichenstellungen bei Solidigm
Trotz der aktuellen Marktverwerfungen treibt der Konzern seine strategischen Pläne voran. Medienberichten zufolge bereitet die SK-hynix-Tochter Solidigm derzeit ihren Börsengang an der Nasdaq vor. Für das Unternehmen wird eine Bewertung von mindestens 35 Milliarden US-Dollar angestrebt, was etwa 50 Billionen Won entspricht. Ziel des Börsengangs sei es, zwischen 5 und 10 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital zu generieren.
Für die Begleitung des Börsengangs wurden laut Branchenkreisen bereits Morgan Stanley und Goldman Sachs als Konsortialführer mandatiert. Solidigm entstand aus der Übernahme des NAND- und SSD-Geschäfts von Intel, die im Jahr 2020 für rund 10 Milliarden US-Dollar eingeleitet wurde und 2025 vollständig abgeschlossen sein soll. Ein erfolgreiches Listing an der US-Technologiebörse wird als wichtiger Meilenstein gewertet, um die Bewertung der gesamten SK-Gruppe transparenter zu machen.
Milliardeninvestitionen in die KI-Wirtschaft
Parallel zu den Börsenplänen verfolgt die SK Group eine ambitionierte Expansionsstrategie. Analysen von CCS Insight zufolge plant der Konzern bis zum Jahr 2033 Investitionen in Höhe von insgesamt 1,36 Billionen US-Dollar, um sich im Wettbewerb mit US-amerikanischen Hyper-Scalern zu positionieren. Ein Großteil dieser Mittel, rund 706 Milliarden US-Dollar, soll in die Entwicklung modernster Speichertechnologien wie High Bandwidth Memory (HBM) fließen. Zudem ist der Aufbau eines massiven Rechenzentrum-Clusters bis 2035 geplant.
Unterdessen wächst der Druck der Aktionäre auf das Management. Da sowohl Samsung als auch SK hynix durch den Boom bei Künstlicher Intelligenz hohe Cash-Bestände aufbauen konnten, fordern Investorenverbände deutlich höhere Ausschüttungen. SK hynix hat bereits angekündigt, bis Ende des Jahres detaillierte Pläne vorlegen zu wollen, wie bis zu 50 % des freien Cashflows an die Aktionäre zurückgegeben werden können. Dies könnte in Form von höheren Dividenden oder umfangreichen Aktienrückkaufprogrammen geschehen, um das Vertrauen der Anleger nach den jüngsten Kursverlusten zurückzugewinnen.
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