SK Square: 10-Prozent-Absturz nach Meta-Schock

Die Aktie von SK Square verliert über zehn Prozent, ausgelöst durch einen Ausverkauf im Tech-Sektor und fallende Kurse der Tochter SK Hynix.

Auf einen Blick:
  • Aktie bricht um zehn Prozent ein
  • Sidecar-Mechanismus stoppt Handel kurzzeitig
  • Tochter SK Hynix verliert sieben Prozent
  • US-Börsengang von SK Hynix geplant

Panik an der Börse in Seoul: Die Aktien von SK Square brachen am Donnerstagmorgen um über zehn Prozent ein. Ein heftiger Abverkauf im Technologiesektor zwang die Börsenaufsicht zu Notmaßnahmen. Der sogenannte Sidecar-Mechanismus stoppte zeitweise den automatisierten Handel, um den Markt zu stabilisieren.

Die Ankündigung von Meta Platforms belastete das gesamte Halbleiter-Ökosystem. Der US-Konzern plant, KI-Rechenleistung künftig direkt anzubieten. Investoren befürchten nun ein Überangebot an Hardware. In der Folge gerieten Chip-Hersteller weltweit unter massiven Verkaufsdruck.

Druck durch die Tochter SK Hynix

Die Beteiligungsgesellschaft SK Square hält 20,5 Prozent an SK Hynix, einem führenden Produzenten von Speicherchips. Da die Tochterpapiere am Donnerstag um sieben Prozent fielen, wirkte SK Square wie ein Hebel für die schlechte Stimmung. Viele institutionelle Anleger trennten sich von dem Papier, um ihre Halbleiter-Risiken schnell zu reduzieren.

In der vergangenen Woche verlor die Aktie über 16 Prozent an Wert. Damit notiert das Papier rund 27 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Juni. Dennoch bleibt die langfristige Bilanz positiv: Seit dem Jahrestief im März hat sich der Wert mehr als verdreifacht.

Milliarden-Börsengang in New York

Derweil blickt der Markt auf die USA. Die Tochter SK Hynix plant ein milliardenschweres Listing an der Nasdaq. Damit will das Unternehmen etwa 45 Billionen Won für neue Fabriken und moderne Belichtungsmaschinen erlösen. Die aktuelle Volatilität wirft allerdings Fragen zur Bewertung dieses Vorhabens auf.

Trotz der Marktturbulenzen hält SK Square an seiner Strategie für Aktionäre fest. Im Juni schüttete das Unternehmen eine Zwischendividende von 1.550 Won je Aktie aus. Hinzu kamen mehrere Aktienrückkaufprogramme in der ersten Jahreshälfte. Analysten von Yuanta Securities sehen die Basis für künftige Ausschüttungen weiterhin als stabil an.

Die nächsten Wochen entscheiden über die Bewertung des Portfolios. Das US-Listing von SK Hynix soll noch im Juli abgeschlossen werden. Gelingt der Sprung an die Nasdaq trotz des nervösen Umfelds, sichert dies die Finanzierung für den Ausbau der nächsten Chip-Generationen.

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