SK Hynix: In den USA wird jetzt geklotzt!

Der südkoreanische Speicherchiphersteller beginnt mit dem Bau einer US-Fabrik in Indiana und erwartet gleichzeitig ein historisch starkes Quartalsergebnis, getrieben von der KI-Nachfrage.

Auf einen Blick:
  • Baubeginn für US-Fabrik mit Milliardeninvestition
  • Rekordoperativer Gewinn im ersten Quartal erwartet
  • Starke Nachfrage nach HBM-Chips für KI-Anwendungen
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch

Spatenstich in Indiana, Rekordgewinn in Sichtweite — SK Hynix liefert gerade auf beiden Fronten. Der südkoreanische Speicherchiphersteller hat mit den Fundamentierungsarbeiten für sein erstes US-Werk begonnen, während Investoren auf Quartalsergebnisse warten, die alle bisherigen Maßstäbe sprengen könnten.

Milliardenprojekt in West Lafayette

In West Lafayette, Indiana, laufen seit Kurzem die Pfahlgründungsarbeiten für eine Advanced-Packaging-Fabrik, die auf die Produktion von High Bandwidth Memory (HBM) ausgerichtet ist. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 3,87 Milliarden Dollar. Erste Lieferungen an US-amerikanische Großkunden sind für das zweite Quartal 2028 geplant, der Vollbetrieb soll in der zweiten Jahreshälfte 2028 anlaufen — mit Fokus auf die nächste HBM-Generation, konkret HBM4E und HBM5.

Die oberirdische Bauphase soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Das US-Handelsministerium unterstützt das Projekt mit bis zu 458 Millionen Dollar Direktförderung aus dem CHIPS and Science Act sowie zusätzlichen Staatsdarlehen von bis zu 500 Millionen Dollar.

Globaler Kapazitätsausbau auf mehreren Ebenen

Indiana ist nur ein Teil einer umfassenderen Expansionsstrategie. In Cheongju entsteht parallel eine Advanced-Packaging-Anlage für umgerechnet rund 12,9 Milliarden Dollar, die 2027 fertiggestellt werden soll. Der DRAM-Ausbau am Standort M15X läuft ebenfalls auf Hochtouren — ein zweiter Reinraum nahm dort bereits im März den Betrieb auf, früher als geplant.

Für die nächste DRAM-Generation plant SK Hynix den Einsatz von rund 20 EUV-Systemen von ASML. Das Unternehmen setzt damit konsequent auf die Fertigungstechnologie, ohne die moderne KI-Chips nicht produzierbar wären.

Rekordquartal am 23. April

Am 23. April veröffentlicht SK Hynix seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Südkoreanische Brokerhäuser erwarten übereinstimmend ein operatives Ergebnis von rund 40 Billionen Won — ein Niveau, das bislang noch nie erreicht wurde. Treiber sind steigende Speicherpreise und die anhaltend starke Nachfrage nach HBM-Chips, vor allem von Nvidia und anderen GPU-Herstellern.

Der Konsensschätzung zufolge dürfte der Umsatz bei knapp 47 Billionen Won liegen. KB Securities verwies auf wachsende Mehrjahresverträge mit Cloud- und GPU-Unternehmen und sprach von einer strukturellen Verlängerung der Angebotsknappheit — verbunden mit einer Entwicklung hin zu einem auftragsfertigen Geschäftsmodell nach TSMC-Vorbild.

Die Kursreaktion spricht für sich: Die Aktie erreichte heute ein neues 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn rund 81 Prozent im Plus. SK-Hynix-Chairman Chey Tae-won hatte zuletzt gewarnt, Engpässe bei Schlüsselressourcen könnten die Speicherproduktion bis 2030 begrenzen — das Indiana-Werk ist die direkte Antwort darauf: Kapazität nah am Kunden, bevor der Bedarf die Lieferkette überrollt.

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