Am Mittwoch stufte das Analysehaus Wolfe Research die Aktie von SK Hynix mit „Outperform“ ein und hob das Kursziel von 200 $ auf 250 $ an. Analyst Chris Caso begründete diesen Schritt mit einer anhaltenden Verbesserung der Verkaufspreise im gesamten Speichersektor.
Nach Einschätzung von Wolfe Research dürfte die Nachfrage nach Speicherkomponenten das weltweite Angebot bis mindestens 2028 übersteigen. Das Analysehaus schätzt zudem, dass der Halbleiterkonzern in den kommenden beiden Jahren erheblichen freien Cashflow generieren wird: Die Mittel könnten ausreichen, um Anteile im Umfang von 32 Prozent der Marktkapitalisierung zurückzukaufen.
Klärung offener Werkserweiterungen
Parallel zu den Ertragsperspektiven stehen die internationalen Fertigungskapazitäten im Fokus des Marktes. Medienberichten zufolge stellte SK Hynix am 17. September Berichte über eine Erweiterung seines Werks in Japan klar. Die Pläne für einen dortigen Ausbau befinden sich nach Angaben des Unternehmens weiterhin in der Prüfung.
Auch Spekulationen über Engagements in den USA begegnet der Konzern mit Zurückhaltung. In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC stellte SK Hynix bereits am 22. Juli klar, keine Übernahme der Fertigungsstätte von Intel Corporation im US-Bundesstaat Ohio verfolgt oder beschlossen zu haben.
Zudem erwägt die Konzerntochter Solidigm Medienberichten zufolge den Ausbau einer NAND-Fabrik in den USA.
Ausbau der KI-Speicherarchitekturen
Um die Marktstellung abzusichern, intensiviert das Unternehmen die Präsenz im Bereich der künstlichen Intelligenz. Vom 15. bis zum 17. September nahm SK Hynix am AI Infra Summit im kalifornischen Santa Clara teil und stellte dort Speicherlösungen der nächsten Generation für Rechenzentren vor.
Um die wachsenden Anforderungen moderner Datenverarbeitung zu bedienen, kündigte das Unternehmen zudem neue Lösungen an. Mit den Technologien PIM, HBF und SALT-KV will der Konzern spezialisierte KI-Arbeitslasten künftig noch effizienter bewältigen.
Der technologische Fokus gewinnt zusätzliche Relevanz vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz im klassischen Speichersegment. Medienberichten zufolge startete das chinesische Unternehmen CXMT am 18. September die Massenproduktion von DRAM-Speicherbausteinen. Dieser Schritt rückt Hersteller wie Micron und SK Hynix wegen des drohenden Wettbewerbsdrucks verstärkt in das Blickfeld der Anleger.
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