Die Aktie von SK Hynix geriet am gestrigen Freitag im Sog eines schwächelnden Halbleitersektors unter Druck und verbuchte einen Kursrückgang von 2,4 Prozent auf 1.681.000,00 KRW.
Steigende Renditen von US-Staatsanleihen und wieder aufflammende Zinssorgen trübten die Stimmung an den globalen Technologiemärkten ein. Laut Reuters belasteten zudem Bedenken hinsichtlich der Ertragskraft künftiger Investitionen in Künstliche Intelligenz sowie ölpreisbedingte Inflationsängste die Halbleiterwerte.
Breiter Verkaufsdruck im Speichersegment
Bereits am Donnerstag waren die Notierungen asiatischer Chipproduzenten nach Vorlage der vorläufigen Quartalszahlen von Samsung Electronics ins Rutschen geraten. Medienberichten zufolge verstärkten Umschichtungen bei börsengehandelten Indexfonds sowie Terminkontrakte am Optionenmarkt den Abwärtsdruck auf die großen Branchenwerte zusätzlich. Spezifische operative Belastungen von SK Hynix lagen der jüngsten Kursschwäche dabei nicht zugrunde.
Rückenwind für die mittel- und langfristigen Perspektiven signalisierte unterdessen die Konzernspitze. SK-Group-Chef Chey Tae-won besuchte gestern das Areal des geplanten Halbleiterzentrums in Gwangju und betonte, dass der Konzern mit einem weiterhin rasanten Wachstum der Chipnachfrage rechne. Sobald die Rahmenbedingungen es erlauben, beabsichtige SK Hynix, die Bauarbeiten für den Komplex so zügig wie möglich voranzutreiben.
Spekulationen um Solidigm und langfristige Entwicklung
Am Markt sorgten darüber hinaus Meldungen rund um die Flash-Speicher-Tochter Solidigm für Gesprächsstoff. Laut Bloomberg hat das Tochterunternehmen Goldman Sachs und Morgan Stanley mandatiert, um einen möglichen US-Börsengang im kommenden Jahr vorzubereiten.
Medienberichten zufolge könnte ein solches Vorhaben ein Emissionsvolumen von rund 10 Milliarden $ anpeilen, bei einer geschätzten Bewertung zwischen 100 und 150 Milliarden $.
SK Hynix trat den Berichten mit einer Klarstellung entgegen und betonte, dass in dieser Angelegenheit noch keine Entscheidungen getroffen worden seien. Am Markt hatten Spekulationen über eine mögliche Verwässerung der Anteile zeitweise für Zurückhaltung gesorgt.
Trotz der kurzfristigen Konsolidierung fällt die Bilanz der vergangenen Monate positiv aus: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 159 Prozent.
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