SK Hynix-Aktie: Preisanhebungen für DRAM!

Der südkoreanische Halbleiterhersteller nutzt seine Marktmacht und kündigt Preisanhebungen für DRAM an, während Milliarden in neue Produktionskapazitäten für KI-Speicher fließen.

Auf einen Blick:
  • Preiserhöhungen für DRAM-Chips im zweiten Quartal
  • Zusätzliche 15 Milliarden Dollar für Kapazitätsausbau
  • Kommerzielle Produktion von HBM4-Chips gestartet
  • Marktanteil von über 60 Prozent bei HBM-Speichern

SK Hynix dreht an der Preisschraube. Der südkoreanische Speicherchip-Gigant hat Kunden für das zweite Quartal 2026 Preiserhöhungen bei DRAM-Chips angekündigt und Verhandlungen aufgenommen. Gleichzeitig pumpt das Unternehmen weitere 15 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Die Botschaft ist eindeutig: Der Markt gehört den Anbietern.

Der Hebel sitzt bei den Herstellern

Auf einer Investorenkonferenz von Goldman Sachs stellte SK Hynix klar: Der globale Speichermarkt hat sich vollständig zu einem „Verkäufermarkt“ gewandelt. Die Preise sollen das gesamte Jahr 2026 über steigen. Verantwortlich dafür ist ein strukturelles Angebotsdefizit, getrieben durch explodierende Nachfrage aus KI-Rechenzentren weltweit.

Auch Konkurrent Samsung Electronics hat Kunden bereits über Preisanhebungen im zweiten Quartal informiert. Nach Jahren des Preisverfalls haben die Hersteller ihre Marktmacht zurückgewonnen – ein fundamentaler Wandel, der sich direkt in den Margen niederschlägt.

31 Billionen Won für Yongin

Das Herzstück der langfristigen Strategie ist der massive Kapazitätsausbau im südkoreanischen Yongin. SK Hynix kündigte eine zusätzliche Investition von 21,6 Billionen Won (15,1 Milliarden Dollar) für die erste Halbleiterfabrik im dortigen Cluster an. Damit steigt das Gesamtinvestitionsvolumen für die erste Fabrik auf rund 31 Billionen Won.

Die Arbeiten für die Phasen 2 bis 6 des Reinraums laufen von März 2026 bis Dezember 2030. Die Fertigstellung der ersten Fabrik ist bereits für Mitte 2027 geplant – früher als ursprünglich vorgesehen. Drei weitere Fabriken sollen schrittweise folgen und Yongin zum globalen Knotenpunkt für KI-Speicherchips machen.

Um der steigenden Nachfrage nach KI-Speicher gerecht zu werden, hat SK Hynix die Fabrikgröße um den Faktor 1,5 vergrößert und stattet sie mit modernsten Maschinen aus, darunter Extreme-Ultraviolett-Lithographie-Anlagen.

HBM4-Produktion läuft an

Parallel zur Yongin-Expansion hat SK Hynix bereits einen entscheidenden Schritt in Richtung nächster Generation vollzogen. Seit dem 25. Februar 2026 läuft in der M15X-Anlage die kommerzielle Produktion von DRAM der 5. Generation (1b) – der Basisbaustein für HBM4, den spezialisierten Speicher für die neuesten KI-Prozessoren.

Der erste Reinraum der M15X-Fabrik soll im Mai 2026 fertiggestellt werden, danach beginnt der Probebetrieb. In die Anlage, ein zentraler Produktionsstandort, wurden über 20 Billionen Won investiert. Dort werden sowohl HBM3E als auch HBM4 gefertigt.

Marktposition und Finanzkraft

Laut Counterpoint Research hält SK Hynix im zweiten Quartal 2025 einen dominierenden Marktanteil von 62 Prozent bei HBM-Auslieferungen und 57 Prozent beim Umsatz im dritten Quartal. UBS prognostiziert für 2026 sogar einen HBM4-Marktanteil von rund 70 Prozent bei NVIDIAs nächster Rubin-Plattform.

Im vierten Quartal 2025 kletterten Umsatz und operatives Ergebnis um 34 beziehungsweise 68 Prozent im Quartalsvergleich auf 32,8 Billionen und 19,2 Billionen Won. Für das Gesamtjahr 2025 meldete SK Hynix einen Umsatz von 97,15 Billionen Won – ein Plus von 46,76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 42,92 Billionen Won.

Die Marktkapitalisierung liegt Anfang März 2026 bei rund 502 Milliarden Dollar. Damit gehört SK Hynix zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Die Bank of America bezeichnet 2026 als „Superzyklus ähnlich dem Boom der 1990er-Jahre“ und prognostiziert ein globales DRAM-Umsatzwachstum von 51 Prozent. BofA kürte SK Hynix zum „Top Pick“ in der globalen Speicherindustrie.

Wettbewerb verschärft sich

Der Wettbewerb intensiviert sich allerdings. Samsung Electronics, das 2025 Schwierigkeiten hatte, NVIDIAs strenge Qualifikationstests zu bestehen, ist im März 2026 offiziell in die Massenproduktion von HBM4 eingestiegen. Einige Marktforscher warnen zudem, dass HBM-Preise nach 2026 unter Druck geraten könnten, wenn sich Kapazitäten ausweiten und der Wettbewerb zunimmt. Auch erhöhte DRAM-Produktion von Nachzüglern und globale Regulierung werden als mögliche Störfaktoren genannt.

Die strukturelle Verknappung bei Commodity-DRAM und älteren HBM3E-Chips trifft jedoch auf robuste KI-Nachfrage – eine Konstellation, die steile Preissteigerungen 2026 begünstigt. SK Hynix verfügt über Preissetzungsmacht, technologischen Vorsprung und massive Investitionen in künftige Kapazitäten. Der angekündigte Gewinnsprung dürfte die aktuelle Bewertung herausfordern.

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