Das Geschäft mit Speicherchips bleibt für SK Hynix komplett im Mittelpunkt und der Grund dafür, dass der Aktienkurs heute fast 400 Prozent höher ausfällt als noch vor einem Jahr. Daher dürften Unternehmen und Anleger sehr erfreut zur Kenntnis nehmen, dass der Hersteller sich zusammen mit Samsung wohl bei Nvidias anstehender Flaggschiff-Architektur Vera Rubin durchsetzen konnte.
Das will zumindest die südkoreanische Zeitung „The Korea Economic Daily“ in Erfahrung gebracht haben, laut der Samsung und SK Hynix als exklusive Lieferanten für HBM4-Speicher ausgewählt wurden. Das Nachsehen hat der US-Konzern Micron. Genaue Gründe für die Entscheidung sind nicht bekannt. Vermutet werden darf aber, dass Micron beim hochkomplexen HBM4-Standard die Ansprüche von Nvidia schlicht nicht erfüllen kann.
SK Hynix: Es geht wieder aufwärts
Für SK Hynix ist das Ganze nicht nur eine Art Ritterschlag, sondern auch ein wichtiger Erfolg nachdem die Aktie zuletzt eine kleine Korrektur erlebte. Nun scheinen die Bullen wieder munterer zu werden. An den hiesigen Märkten konnte die Aktie der Südkoreaner heute Morgen um 4,9 Prozent auf 556 Euro zulegen.
SK Hynix Aktie Chart
Bestehen bleibt die Frage, ob Nvidia Vera Rubin-Chips ebenso aus den Händen gerissen werden mögen wie bisherige Generationen von KI-Beschleunigern. Das Unternehmen selbst gibt sich diesbezüglich selbstbewusst, doch gibt es durchaus auch kritische Stimmen, die von einem schrittweisen Nachlassen bei KI-Investitionen in näherer Zukunft ausgehen.
Wie weit kann es noch gehen?
Anleger von SK Hynix müssen sich auch die Frage stellen, wie weit die Preise noch in die Höhe gehen mögen. Ende 2025 und Anfang dieses Jahres schnellten die Preise für Speicher unkontrolliert in die Höhe. Diese Entwicklung hat sich jedoch bereits etwas verlangsamt, was auch die Rallye von SK Hynix zunächst etwas ausbremste. Sollte ein Preisverfall bevorstehen, könnte auch ein Deal mit Nvidia vor Gewinnmitnahmen kaum schützen. Allerdings gibt es für ein solches Szenario bisher noch keine handfesten Hinweise.
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