Die Aktie von SK Hynix hat am Mittwoch in Seoul eine kräftige Erholung gezeigt und schloss 11 Prozent höher bei 893.000 Won. Damit beendete der Speicherchip-Hersteller eine Serie von Verlusten, die das Papier im März um 24 Prozent hatte einbrechen lassen. Käufer kehrten zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts im Iran geweckt hatte.
Die Stimmung an der südkoreanischen Börse drehte deutlich ins Positive. Der Kospi-Index sprang um 8,4 Prozent auf 5.478,70 Punkte nach oben. Neben SK Hynix profitierte auch Samsung Electronics mit einem Plus von 13 Prozent von der veränderten Risikowahrnehmung der Anleger.
Sk hynix Inc. Aktie Chart
Schnäppchenjäger nach scharfen Verlusten aktiv
Analyst Han Ji-young von Kiwoom Securities sieht in der Bewegung vor allem eine Reaktion auf die jüngsten Kursverluste. „Der Aktienmarkt dürfte eher in eine Erholungsphase eintreten als einen weiteren Rückgang erleben“, so Han in einer Einschätzung. Die Risiken aus dem Konflikt im Nahen Osten seien bereits vollständig eingepreist worden.
Die Sorgen der vergangenen Wochen waren durchaus begründet: Ein längerer Krieg im Iran hätte das globale Wachstum belasten, die Produktionskosten erhöhen und Lieferketten durcheinanderbringen können. Diese Befürchtungen hatten die Kurse der beiden südkoreanischen Chip-Giganten im März stark unter Druck gesetzt.
Halbleiter-Exporte stützen die Perspektive
Zusätzlichen Rückenwind erhielten die südkoreanischen Technologiewerte durch aktuelle Handelsdaten. Die Volkswirte der ING verwiesen darauf, dass die Exporte Südkoreas im März stärker als erwartet gestiegen seien. Besonders die massiv gestiegenen Ausfuhren von Halbleitern hätten dazu beigetragen. Angesichts der weltweiten Nachfrage nach Chips dürfte dieser Trend anhalten.
Wie nachhaltig die Erholung ausfällt, hängt wohl davon ab, wie sich die Lage im Nahen Osten weiterentwickelt. Trump hatte angekündigt, die US-Angriffe im Iran würden in zwei bis drei Wochen beendet sein. Auch der iranische Präsident Masoud Pezeshkian signalisierte Bereitschaft, den Konflikt zu beenden. Welche konkreten Garantien Teheran dafür fordert, bleibt allerdings offen. Anleger sollten beobachten, ob den Worten auch Taten folgen.
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