SK Hynix Aktie: Jensen Huang bestätigt HBM4

SK Hynix erhält Nvidia-Zertifizierung für HBM4-Chips, dennoch bricht die Aktie ein. Makro-Sorgen und Branchenausverkauf belasten den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Offizielle HBM4-Zertifizierung durch Nvidia
  • Aktie stürzt um fast zehn Prozent ab
  • Milliarden-IPO in den USA geplant
  • Makroökonomische Sorgen belasten Halbleitersektor

Offizielle Zertifizierung von Nvidia, ein dominanter Marktanteil und ehrgeizige Expansionspläne. Eigentlich läuft bei SK Hynix alles nach Plan. Die Börse reagiert trotzdem mit Panik. Am Freitag stürzte die Aktie des südkoreanischen Chipbauers um fast zehn Prozent ab. Ein branchenweiter Ausverkauf reißt den Speicher-Spezialisten mit in die Tiefe.

Nvidia-Deal und HBM4-Dominanz

Nvidia-Chef Jensen Huang bestätigte am Freitag in Seoul einen wichtigen Meilenstein. SK Hynix ist offiziell als Lieferant für die neue HBM4-Speichergeneration zertifiziert. Diese Chips befeuern die kommende KI-Plattform „Vera Rubin“. Die ersten Auslieferungen starten im Herbst.

Branchenexperten rechnen mit einem massiven Auftragsvolumen. SK Hynix dürfte den Löwenanteil der Vera-Rubin-Chips liefern. Zwar erhielten auch Samsung und Micron entsprechende Freigaben. Der Marktführer verteidigt jedoch seine Vormachtstellung. Zuletzt kontrollierte der Konzern fast 60 Prozent des HBM-Marktes.

Milliarden-Pläne in den USA

Die KI-Produktion verschlingt enorme Summen. Das Management treibt daher eine Notierung an der US-Börse voran. In der zweiten Jahreshälfte plant SK Hynix die Ausgabe von American Depositary Receipts. Dieser Schritt könnte bis zu 14 Milliarden US-Dollar in die Kasse spülen. Institutionelle Investoren reagieren laut Insidern äußerst positiv.

Das frische Kapital fließt direkt in den Ausbau. Das Unternehmen baut neue Fabriken in Südkorea und im US-Bundesstaat Indiana. Konzernchef Chey Tae-won will die monatliche Wafer-Produktion bis 2030 massiv hochfahren. Die anhaltende Knappheit bei KI-Chips zwingt zum Handeln.

Makro-Sorgen drücken den Kurs

Makroökonomische Gegenwinde überlagern aktuell die operativen Erfolge. Ein enttäuschender Ausblick von Broadcom löste am Freitag ein Beben im Halbleitersektor aus. Parallel dazu schürten starke US-Arbeitsmarktdaten die Angst vor dauerhaft hohen Zinsen. Ausländische Investoren ziehen sich bereits seit 20 Tagen aus südkoreanischen Tech-Werten zurück.

Die vergangene Handelswoche glich einer Achterbahnfahrt. Noch am Dienstag markierte die Aktie ein neues Rekordhoch. Die Folge: eine harte Korrektur.

  • Schlusskurs Freitag: 2.070.000 KRW
  • Wochenverlust: 11,27 Prozent
  • Performance seit Jahresbeginn: +205,76 Prozent
  • Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: +42,06 Prozent

Die fundamentale Story bleibt intakt. Die Umstellung auf maßgeschneiderte KI-Speicher für Tech-Giganten verspricht steigende Margen bis ins Jahr 2027. Die kurzfristigen Risiken nehmen allerdings zu. Wachsende Konkurrenz durch chinesische Hersteller wie CXMT bedroht wichtige Marktanteile. Obendrein schweben mögliche US-Zölle auf KI-Hardware wie ein Damoklesschwert über dem zyklischen Speichermarkt.

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