Die SK Hynik-Aktie erlebte am gestrigen Dienstag eine heftige Kurskorrektur um 13 Prozent. Was hat den Kurssturz des Börsen-Highflyers der letzten Monate ausgelöst?
Zweifel und Nervosität steigen
Der Absturz der SK Hynix-Aktie am Dienstag hatte eine Mischung aus internationalem Marktdruck, Sorgen über die KI-Branche und Gewinnmitnahmen als Ursache.
SK Hynix hat sich in den letzten Monaten als Hauptlieferant für HBM-Speicherchips für Nvidias KI-Prozessoren extrem stark entwickelt und war am Vortag sogar kurzzeitig zum wertvollsten Unternehmen Südkoreas aufgestiegen. Allerdings wachsen an den globalen Märkten die Sorgen, ob sich die gigantischen Investitionen der Tech-Giganten in die KI-Infrastruktur schnell genug in Gewinnen auszahlen. Diese aufkommenden Zweifel an den US-Märkten schwappten eins zu eins nach Asien über.
Bereits in den Tagen zuvor gerieten die großen US-Technologiewerte unter Druck. Die Vorgaben aus New York sowie fallende US-Index-Futures am Dienstagmorgen sorgten für Nervosität. Ausländische Großinvestoren begannen daraufhin im großen Stil, ihre Gewinne bei den asiatischen Halbleiterschwergewichten SK Hynix und Samsung Electronics zu realisieren und Kapital abzuziehen.
Automatische Kettenreaktionen
Da SK Hynix in den Wochen und Monaten zuvor eine phänomenale Rallye hingelegt hatte (+172 Prozent in drei Monaten), war die Aktie extrem heiß gelaufen. Als der Kurs zu rutschen begann, setzten automatische Kettenreaktionen ein. Der Einbruch war so heftig, dass an der südkoreanischen Börse automatische Handelsunterbrechungen ausgelöst wurden, um den Markt für einige Minuten zwangsweise abzukühlen.
Viele Privatanleger waren mit gehebelten Produkten investiert, die auf weiter steigende Kurse setzten. Diese erlitten an diesem Dienstag dramatische Verluste, was zu automatischen Glattstellungen (Margin Calls) und zusätzlichen Zwangsverkäufen führte, die den Kurs noch tiefer drückten.
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