Vor den für den 27. Oktober angekündigten Geschäftszahlen zum dritten Quartal sieht sich der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix mit neuen Fragen zu seinen Investitionszeitplänen konfrontiert.
Medienberichten zufolge könnten sich bestimmte Aufträge für Back-End-Fertigungsanlagen der nächsten Speichergeneration HBM4 verzögern. Die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehenen Bestellungen drohen demnach teilweise in das Jahr 2027 zu rutschen.
Spekulationen um Fertigungszeitpläne und Dalian
Die Berichte über mögliche zeitliche Verschiebungen bei Ausrüstungsbestellungen für HBM4 trafen auf einen ohnehin nervösen Halbleitersektor. Neben Zweifeln am Tempo der weltweiten KI-Ausgaben und anhaltenden US-Inflationssorgen gerieten die Papiere des Chipherstellers in den vergangenen Handelstagen unter Abgabedruck.
Nach einer schwachen Handelswoche ging die Aktie am Freitag bei 1.272.000,00 KRW aus dem Handel und notiert damit 57 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Parallel dazu sah sich das Management veranlasst, Berichte über eine angebliche Kopplung von US-Investitionen an Ausfuhrgenehmigungen für China zurückzuweisen. SK Hynix stellte klar, dass am Standort Dalian in der Mod-B-Anlage keine Kapazitätserweiterung angestrebt werde.
Die dortige Installation von Anlagen erfolge in Abstimmung mit und unter Genehmigung der US-Regierung. Behauptungen über ein Gegengeschäft, wonach Genehmigungen für Ausrüstung in Dalian an den Bau einer US-Fabrik für NAND-Speicher geknüpft worden seien, dementierte das Unternehmen.
Marktumfeld und Analystenerwartungen
Zusätzliche Unruhe brachte die Wettbewerbssituation, nachdem vor gut einer Woche Fortschritte des chinesischen Konkurrenten CXMT im DRAM-Segment bekannt geworden waren. Die Analysten von J.P. Morgan wiesen am Donnerstag zudem darauf hin, dass die unterstützenden Aktienrückkaufprogramme bei Samsung und SK Hynix mittlerweile ausgelaufen seien.
Dem stehen optimistische Prognosen für das abgelaufene Jahresviertel gegenüber. Das Analysehaus IBK Investment & Securities bestätigte am 7. Oktober seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 4 Millionen Won. Für das dritte Quartal 2026 rechnen die Analysten mit einem Umsatz von 95,8 Billionen Won und einem operativen Gewinn von 75,1 Billionen Won.
Gewissheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung und die weiteren Investitionspläne erhalten Anleger am 27. Oktober mit der Vorlage des vollständigen Zahlenwerks. Für den 28. Oktober um 9:00 Uhr Seouler Zeit hat das Unternehmen die entsprechende Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren anberaumt.
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