Die Aktie von SK Hynix erlebte in den vergangenen Wochen eine volatile Phase. Während der Titel im März aufgrund des Iran-Krieges um 24 Prozent einbrach – der stärkste Monatsrückgang seit mindestens 2008 – setzen Anleger nun verstärkt auf eine Erholung. Ein in Hongkong gelisteter gehebelter ETF auf den Speicherchip-Hersteller verzeichnete seit Jahresbeginn Zuflüsse von knapp 1,6 Milliarden Dollar und übertraf damit Produkte auf Tesla und Microsoft.
Die Nachfrage nach dem CSOP SK Hynix Daily 2x Leveraged ETF beschleunigte sich ausgerechnet während der kriegsbedingten Kursschwankungen. Das Fondsvolumen schwoll seit dem Start im Oktober auf 2,5 Milliarden Dollar an. Ausländische Investoren verkauften im März netto 17 Milliarden Dollar an Aktien von SK Hynix und Samsung Electronics. Dennoch scheinen Privatanleger die Schwäche als Einstiegschance zu interpretieren.
Bewertungsabschlag lockt trotz geopolitischer Risiken
Gary Tan von Allspring Global Investments sieht den Bewertungsvorteil als treibende Kraft hinter den Zuflüssen. SK Hynix handelt mit einem Forward-KGV von 4,4. Im Vergleich zu 18 für den Philadelphia Semiconductor Index erscheint das günstig. „Als globaler Marktführer im Speicherbereich hat diese relative Positionierung starke Zuflüsse ausgelöst, selbst inmitten geopolitischer Spannungen“, erklärt Tan.
Die Aktie produziert hochmoderne HBM-Chips für KI-Prozessoren und gilt als unverzichtbar in der Lieferkette. Dennoch belasteten zuletzt mehrere Faktoren: Sorgen über überhöhte Investitionspläne, gestreckte Bewertungen und steigende Energiekosten durch den Nahost-Konflikt. Googles TurboQuant-Technik könnte zudem die Nachfrage nach bestimmten Speichertypen dämpfen.
Sky hynix Aktie Chart
Fondsmanager sehen Kaufgelegenheit nach Ausverkauf
Arjun Jayaraman von Causeway Capital Management, dessen Schwellenländer-Fonds 96 Prozent seiner Konkurrenten über drei Jahre schlug, bleibt optimistisch. „Wir betrachten den Ausverkauf als Kaufgelegenheit und haben keine dieser Aktien verkauft“, sagt er. Besonders SK Hynix habe durch den Rückgang eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit geboten. Ausländische Investoren würden „ohne Zweifel“ zurückkehren, sobald sich die Lage im Nahen Osten normalisiere.
Als Zeichen wachsender Beliebtheit planen koreanische Vermögensverwalter den Start eigener gehebelter ETFs auf Samsung und SK Hynix bereits im Mai. Die Regulierungsbehörden hatten solche Produkte zuvor wegen höherer Risiken verboten – was heimische Anleger zu Offshore-Produkten trieb. Rebecca Sin von Bloomberg Intelligence sieht zusätzliches Potenzial durch Arbitragemöglichkeiten zwischen den Börsen in Hongkong und Seoul.
Die Frage bleibt, wie nachhaltig diese Wetten sind. Während Jayaraman langfristig am KI-Thema festhält und sogar Energieaktien als Absicherung beimischt, könnten weitere Entwicklungen im Nahost-Konflikt oder technologische Verschiebungen die Rechnung durchkreuzen. Anleger sollten beobachten, wie sich die geopolitische Lage entwickelt und ob die Bewertungslücke zu US-Konkurrenten tatsächlich gerechtfertigt ist.
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