In der SK-Hynix-Chipfabrik im südkoreanischen Cheongju ist giftiges Fluorwasserstoffgas ausgetreten. Sechs Personen wurden dabei verletzt, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Feuerwehrbeamten berichtete. Ausgelöst wurde das Leck demnach durch ein Feuer, das inzwischen unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Was da ausgetreten ist
Fluorwasserstoff ist kein harmloses Industriegas. Die Substanz wird in der Halbleiterfertigung zum Ätzen von Siliziumschichten eingesetzt und ist hochgiftig, schon geringe Mengen können bei Einatmen oder Hautkontakt schwere Schäden verursachen. Dass ausgerechnet in einer Fabrik, die zu den technologisch fortschrittlichsten der Welt zählt, so ein Leck entsteht, ist keine Kleinigkeit.
SK Hynix schweigt zunächst
Ein Sprecher des Unternehmens war laut Yonhap für eine unmittelbare Stellungnahme nicht erreichbar. Das ist in solchen Situationen zwar nicht ungewöhnlich, aber auch nicht beruhigend. Details zum Ausmaß der Schäden an der Anlage, zur betroffenen Produktionslinie oder zu möglichen Auswirkungen auf die Kapazitäten nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Cheongju ist kein Nebenbetrieb
Das Werk in Cheongju gehört zu den zentralen Produktionsstandorten von SK Hynix, dort werden unter anderem NAND-Flash-Speicher gefertigt. Jeder ungeplante Produktionsstopp trifft das Unternehmen also nicht an der Peripherie. Wie lange welche Linie stillsteht, bleibt vorerst offen. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen gut 62 Prozent zugelegt. Ob ein Fabrikunfall das bremst, hängt davon ab, was die nächsten Stunden noch zutage fördern.
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