Manchmal sagt ein Dementi mehr als die Meldung, die es dementiert. Am 22. Juli berichtete die südkoreanische Zeitung JoongAng Ilbo, SK Hynix habe die Übernahme von Intels Standort und Chipfabrik im US-Bundesstaat Ohio nicht nur geprüft, sondern bereits entschieden. Das ist eine ziemlich konkrete Behauptung. SK Hynix ließ sie nicht lange stehen.
Nein, aber…
Der Konzern wies den Bericht zurück: Man habe eine solche Übernahme weder verfolgt noch beschlossen, so die offizielle Stellungnahme. Soweit, so klar. Der Haken steckt im zweiten Teil der Mitteilung, denn SK Hynix räumte gleichzeitig ein, Produktionskapazitäten grundsätzlich und kontinuierlich zu prüfen. Was genau das bedeutet, ließ das Unternehmen offen. Details nannte es nicht.
Intel Ohio, ein heißes Thema
Intels Ohio-Werk ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Bau des milliardenschweren Halbleiterstandorts wurde mehrfach verschoben, Intel selbst steckt tief in der Krise. Dass ein Speicherchip-Riese wie SK Hynix sich für solche Kapazitäten interessieren könnte, ist also keine absurde Idee. Das Dementi klingt präzise, aber nicht abschließend.
Die Aktie, ein Bild für sich
Wer die SK Hynix-Aktie in diesem Jahr verfolgt, kennt ohnehin Extrembewegungen. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 175 Prozent auf dem Kurszettel, getrieben vom HBM-Boom rund um KI-Chips. Die letzten 30 Tage haben allerdings 27 Prozent davon wieder abgehobelt. Heute liegt die Aktie knapp 1,6 Prozent im Plus. Ob der Ohio-Bericht, das Dementi oder beides die nächste Bewegung auslöst, ist offen. Die nächsten Quartalszahlen kommen am 20. Oktober.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 22. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
