Es ist eine dieser Geschichten, bei denen ein Erfolg direkt den nächsten Schmerz erzeugt. SK Hynix und Samsung verdienen prächtig, die Mitarbeiter bekommen üppige Boni, die Aktien boomen, und genau das, sagt Choi Jinyoung von Mirae Asset Global Investments, wird Südkorea teuer zu stehen kommen.
Dreimal erhöhen, mindestens
Choi ist Head of Fixed Income und Executive Managing Director bei Mirae, und er rechnet damit, dass die Bank of Korea den Leitzins von aktuell 2,5 Prozent auf bis zu 3,5 Prozent anheben wird, bis zur zweiten Hälfte 2027. Mindestens drei Erhöhungen, so seine Einschätzung aus einem Interview vom Dienstag. Der Grund: Chip-Boni, hohe Chippreise und boomende Aktienkurse halten die Preise oben und zwingen die Zentralbank zum Handeln.
4 Prozent in zwei Monaten?
Noch konkreter wird Choi beim Anleihemarkt. Die koreanische 10-Jahres-Staatsanleihe soll in den nächsten zwei Monaten erstmals seit 2023 die 4-Prozent-Marke durchbrechen. Das ist kein kleines Signal. Es wäre ein Niveau, das Kapitalkosten im ganzen Land neu kalibriert, von Hypotheken bis Unternehmenskrediten.
Der Haken am Chip-Boom
Was für SK Hynix-Aktionäre nach einer Erfolgsgeschichte klingt, hat eben diese zweite Seite. Wer auf koreanische Anleihen sitzt, bekommt die Rechnung für den Halbleiter-Boom präsentiert. Und wer auf fallende Zinsen in Korea gewettet hat, dürfte sich gerade neu orientieren. Choi Jinyoung hat das zumindest sehr klar gesagt.
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