SK Hynix Aktie: 7,09 Billionen Won für P&T7-Fabrik

SK Hynix investiert 5,1 Milliarden Dollar in neue HBM-Anlage. Der Aktienkurs reagiert positiv auf die Ausbaupläne gegen die drohende Chipflation.

Auf einen Blick:
  • Investition von 5,1 Milliarden Dollar
  • Neue Fabrik für KI-Speicherchips
  • Vorstand warnt vor Chipflation
  • Aktie erholt sich nach Kursrutsch

SK Hynix legt bei der Aufrüstung fürs KI-Zeitalter noch einen Zahn zu. Der Aktienkurs sprang am Donnerstag um 4,86 Prozent auf 1.919.000 KRW nach oben. Auslöser war ein Beschluss des Vorstands, der die Kapazitäten für Speicherchips deutlich ausbaut.

Vorstand gibt grünes Licht für neue Fabrik

Am 22. Juli 2026 genehmigte der Vorstand von SK Hynix eine Investition von rund 7,09 Billionen Won, umgerechnet etwa 5,1 Milliarden Dollar. Das Geld fließt in den Bau der Anlage P&T7 in Cheongju. Dort will der Konzern künftig High Bandwidth Memory-Chips (HBM) verpacken und testen.

Die Summe entspricht knapp 5,88 Prozent des Eigenkapitals von SK Hynix. Der Standort liegt bewusst nahe der bestehenden Fabrik M15X, die erst kürzlich komplett auf HBM-Produktion umgestellt wurde. Dadurch können DRAM-Chips aus M15X direkt vor Ort zu fertigen HBM-Modulen weiterverarbeitet werden. Kurze Wege, schnellere Produktion.

Warnung vor „Chipflation“

Der Zeitpunkt der Investition ist kein Zufall. SK-Group-Chairman Chey Tae-won warnte erst kürzlich vor einem anhaltenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei KI-Speicherchips. Seine Prognose: Die Nachfrage nach Hochleistungschips könnte die verfügbare Kapazität bis 2027 übersteigen.

Chey nutzte dafür den Begriff „Chipflation“ – steigende Chip-Preise könnten sich auf den gesamten Elektronikmarkt durchschlagen. SK Hynix reagiert darauf, indem der Konzern seine Ausbaupläne vorzieht. Um gegenüber Samsung und Micron nicht ins Hintertreffen zu geraten, zieht das Unternehmen auch den Start des Yongin Semiconductor Cluster vor. Der erste Reinraum dort soll nun schon im Februar 2027 öffnen, eingebettet in ein Investitionsprogramm von bis zu 600 Billionen Won für den gesamten Standort.

Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck

Der Kurssprung am Donnerstag markiert eine erste Stabilisierung nach einer turbulenten Phase. Auf Sicht von 30 Tagen steht bei der Aktie noch immer ein Minus von 25,62 Prozent zu Buche. Der RSI von 44 zeigt aktuell weder eine überkaufte noch überverkaufte Situation an.

Die Bewertung bleibt trotz der Rückschläge außergewöhnlich hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 195,37 Prozent zu Buche – SK Hynix zählt damit zu den stärksten Werten im gesamten Halbleitersektor. Die annualisierte Volatilität von gut 116 Prozent zeigt allerdings, wie nervös der Markt auf jede Nachricht rund um KI-Investitionen reagiert.

Quartalszahlen als nächster Test

Am 29. Juli 2026 legt SK Hynix seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Investoren erwarten Bestätigung für Rekord-Betriebsmargen und konkrete Aussagen zum Hochlauf der nächsten HBM4-Generation.

Besonders im Blick steht dabei die Kooperation mit TSMC zur Integration von Speicher- und Logikbausteinen – ein Baustein im „Memory Foundry“-Modell, das SK Hynix als zentral für sein künftiges Geschäft ansieht. Da die HBM-Kapazitäten Berichten zufolge bereits bis 2025 weitgehend ausgebucht sind, dürften Auslastung und Ausbeute in Anlagen wie der neuen P&T7-Fabrik zum entscheidenden Faktor für die Bewertung im zweiten Halbjahr werden.

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