Angesichts einer steigenden Nachfrage nach Speicherchips will SK Hynix den geplanten Halbleiterstandort in Gwangju so schnell wie möglich vorantreiben. Das erklärte SK-Group-Chairman Chey Tae-won am heutigen Freitag nach einer Inspektion des Areals.
Der Ausbau des Clusters im südkoreanischen Yongin sei bereits um zwölf Jahre vorgezogen worden, könnte nach Einschätzung von Chey angesichts des anhaltenden Bedarfs jedoch immer noch unzureichend sein. Der Konzern richtet seine Infrastruktur damit weiter auf das anhaltende Wachstum im Speicherbereich aus.
Milliardenschwere Bauaufträge vergeben
Die Beschleunigungspläne spiegeln sich in konkreten Investitionsentscheidungen wider. Am Dienstag meldete SK Hynix geplante Transaktionen für das vierte Quartal 2026 mit dem verbundenen Unternehmen SK ecoplant. Die erwarteten Einkäufe belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von 4.246.200 Millionen KRW.
Der Löwenanteil dieser Summe ist für den Ausbau der Produktionsinfrastruktur reserviert: 4.004.900 Millionen KRW fließen direkt in den Bau neuer Fabriken. Weitere 241.300 Millionen KRW sind für unterstützende Einrichtungen sowie Produktionsanlagen vorgesehen. Mit diesen Mitteln bereitet der Chiphersteller den Boden für künftige Fertigungsschritte vor, um die Kapazitäten langfristig an das Marktumfeld anzupassen.
Dämpfer im Branchenumfeld
Zuletzt wurde der Sektor an den Märkten jedoch von vorsichtigeren Tönen erfasst. Gestern gerieten die Papiere von SK Hynix unter Druck und verloren rund 3 Prozent. Auslöser war der Branchennachbar Samsung Electronics, dessen vorläufiger Gewinn für das dritte Quartal die hohen Erwartungen des Marktes verfehlte. Die Enttäuschung zog Titel aus dem gesamten Speichersegment nach unten.
Bereits am Dienstag hatten Marktteilnehmer Zurückhaltung gezeigt, da Anleger die bevorstehenden eigenen Geschäftszahlen von SK Hynix für das dritte Quartal abwarten. Belastet wurde die Stimmung zudem von Berichten über Börsenpläne der US-Tochtergesellschaft Solidigm.
Strategische Optionen für Solidigm
Laut einem Bericht von Bloomberg soll die Tochtergesellschaft die US-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley mandatiert haben, um einen möglichen Börsengang in den Vereinigten Staaten im kommenden Jahr vorzubereiten. Ein solches Angebot könnte demnach rund 10 Milliarden US-Dollar einbringen.
SK Hynix stellte klar, dass bisher keine Entscheidung über die Kapitalpläne von Solidigm oder eine externe Finanzierung getroffen worden sei. Optionen würden anhand ihrer Auswirkungen auf bestehende Aktionäre sowie auf den langfristigen Unternehmenswert bewertet.
Parallel dazu treibt die Tochter ihren operativen Ausbau voran. Medienberichten zufolge plant Solidigm einen neuen Fertigungsstandort in Taiwan für Rechenzentrums-SSDs, um die Produktion näher an das dortige Ökosystem für Serverhersteller heranzurücken. Die operative Expansion und der Ausbau der Fertigungsstätten in Südkorea verdeutlichen, dass SK Hynix trotz kurzfristiger Marktschwankungen die Kapazitäten im Speichersegment konsequent erweitert.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 09. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
