Die Nachfrage nach Speicherchips erreicht ein Niveau, das die Spielregeln der Halbleiterindustrie auf den Kopf stellt. Große Technologiekonzerne bieten SK Hynix mittlerweile an, neue Fabriken und teure Produktionsanlagen direkt zu finanzieren. Dieser beispiellose Ansturm auf Kapazitäten treibt den südkoreanischen Speicher-Giganten zu immer neuen Rekorden.
Kapazitäten am Limit
Der Konzern reagiert auf den Druck mit einem beschleunigten Ausbau. Im südkoreanischen Cheongju startete die Pilotproduktion der neuen M15X-Fabrik zwei Monate früher als geplant. Die Anlage ist vollständig auf HBM4-Speicher für kommende Nvidia-Plattformen ausgerichtet. Bis zum Jahresende soll die Kapazität dort auf rund 70.000 Wafer pro Monat ansteigen.
Aktuell meldet SK Hynix eine praktisch restlos ausverkaufte Produktion. Das ruft globale Tech-Riesen auf den Plan, die sich mit direkten Investitionen in Fertigungslinien und Lithografie-Systeme von ASML absichern wollen. Das Management zögert allerdings bei diesen Angeboten. Man wolle Preisdruck und eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Käufern vermeiden.
Superzyklus treibt den Kurs
An der Börse honoriert man die Ausnahmestellung. Die Aktie von SK Hynix schoss am Mittwoch um fast acht Prozent nach oben und markierte bei 1.976.000 Won ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf beeindruckende 192 Prozent.
Zusammen mit Samsung Electronics dominiert das Papier den südkoreanischen Aktienmarkt. Beide Werte machen mittlerweile über 42 Prozent der gesamten KOSPI-Marktkapitalisierung aus.
Analysten passen ihre Modelle derweil massiv an. Die UBS hob das Kursziel kürzlich auf 1,7 Millionen Won an und verwies auf einen Speicher-Superzyklus, der die Muster der vergangenen drei Jahrzehnte sprengt. Goldman Sachs erwartet für das laufende Jahr die schwerste Angebotslücke seit 15 Jahren.
Margendruck durch Personalkosten
Eine operative Marge von 72 Prozent im ersten Quartal und ein Umsatz von über 50 Billionen Won untermauern die Rallye. Mit den Gewinnen wachsen jedoch die internen Verpflichtungen.
SK Hynix schüttet ein Zehntel des operativen Gewinns als Erfolgsbeteiligung an die Belegschaft aus. Da eine Deckelung dieser Boni vor drei Jahren gestrichen wurde, fließen nun enorme Summen an die Mitarbeiter.
Marktbeobachter sehen in diesen Personalkosten ein ernsthaftes Risiko für die Profitabilität. Sollte die Konkurrenz bei den Gehältern nachziehen, drohen weitere Forderungen der Belegschaft, die direkt an der Marge nagen. Spätestens wenn die M15X-Fabrik Ende 2026 ihre volle Massenproduktion erreicht und das globale Angebot ausweitet, steht die Verteidigung dieser extremen Profitabilität auf dem Prüfstand.
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