Two Sigma Investments hat seine offengelegte Leerverkaufsposition in Sivers Semiconductors unter die öffentliche Meldeschwelle reduziert. Das Register der schwedischen Finanzaufsicht wies für Donnerstag einen Anteil unter 0,5% aus, nach 0,71% am Mittwoch. Am Freitag stieg die Aktie im Umfeld einer breiteren Erholung der Halbleiterwerte um 11%.
Unterschiedliche Positionierung der Leerverkäufer
Die gegenläufige Entwicklung bei einem anderen Investor dokumentiert ebenfalls das Register der schwedischen Finanzaufsicht: GSA Capital Partners LLP erhöhte seine offengelegte Netto-Leerverkaufsposition am Mittwoch von 0,52% auf 0,62%.
Bei Two Sigma markiert der Registereintrag das Unterschreiten der öffentlichen Meldeschwelle. Er steht damit nicht für einen bestätigten vollständigen Abbau der Leerverkaufsposition.
Zum Börsenumfeld berichtete die Nachrichtenagentur AP, dass sich Aktien aus dem Bereich künstliche Intelligenz am Freitag erholten. Vorausgegangen war am Donnerstag ein KI-bezogener Ausverkauf. Zu den Halbleiterwerten, die anschließend wieder zulegten, gehörten Nvidia, Lam Research und Micron.
Der Freitagsanstieg von Sivers fiel zeitlich mit dieser Branchenbewegung zusammen. Die Aktie beendete den Handel bei 1,47 €.
Unternehmensmeldungen als Hintergrund
Sivers hatte vor rund zwei Wochen angekündigt, dass ein strategischer LiDAR-Kunde Produktionsbestellungen für Programme zur automobilen und industriellen Sensorik angestoßen habe. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Auslieferungen im vierten Quartal 2026 beginnen. Die angekündigten Bestellungen betreffen damit beide genannten Anwendungsfelder; der geplante Lieferbeginn bleibt der nächste von Sivers genannte operative Termin.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung genehmigten die Aktionäre vor rund zwei Wochen außerdem ein langfristiges Mitarbeiteranreizprogramm. Bei derselben Versammlung wählten sie Ernst & Young AB zum Abschlussprüfer. Die Gesellschaft ersetzt Deloitte AB.
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