Anson Advisors und Anson Funds Management haben ihre Shortposition in Sivers Semiconductors unter die 0,5-Prozent-Schwelle gedrückt. Damit tauchen sie nicht mehr im öffentlichen Shortregister der schwedischen Finanzaufsicht Finansinspektionen auf. Ein Rückzug, der auf den ersten Blick wie eine Kapitulation vor dem laufenden Kursanstieg aussieht.
Noch lange nicht sauber
Denn das große Bild sieht nach wie vor ungemütlich aus. Insgesamt sind noch immer 7,23 Prozent des Sivers-Kapitals geshortet, und zwei öffentliche Shortseller halten ihre Positionen. Finansinspektionen schreibt die Meldepflicht ab 0,1 Prozent vor, öffentlich werden Positionen ab 0,5 Prozent. Anson ist also nicht weg, sondern nur unter dem Radar.
Sivers Semiconductors AB Aktie Chart
+1782 Prozent, und die Bären weichen
Wer sich die Kursentwicklung von Sivers Semiconductors in diesem Jahr ansieht, versteht, warum Anson den Rückzug angetreten hat. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 1782 Prozent zugelegt. Wer dagegen wettet, braucht starke Nerven und ein noch stärkeres Konto. Offenbar hatte Anson beides irgendwann nicht mehr in ausreichender Menge.
Kein Freifahrtschein
Trotzdem wäre es falsch, den Abgang von Anson als Entwarnung zu lesen. 7,23 Prozent Shorting ist keine Kleinigkeit. Wer noch drin ist, glaubt noch immer an fallende Kurse. Und die Aktie hat heute schon 7,3 Prozent verloren. Die Shortseller, die geblieben sind, schauen gerade nicht schlecht aus.
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