Sivers Semiconductors Aktie: Lock-up endet am 16. Juli

Der schwedische Chipkonzern verschiebt seinen Bericht zum zweiten Mal und bereitet sich auf ein US-Listing vor. Der Aktienkurs bleibt unter Druck.

Auf einen Blick:
  • Quartalsbericht auf August verschoben
  • Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen
  • Aktienkurs seit Juni stark gefallen
  • Verkaufssperre für Management endet bald

Frisches Kapital in der Kasse, aber der Kurs fällt weiter. Bei Sivers Semiconductors klafft die Lücke zwischen Bilanzsanierung und Marktvertrauen immer weiter auseinander. Der schwedische Chiphersteller verschiebt nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr seinen Quartalsbericht — mitten in den Vorbereitungen für ein geplantes US-Listing.

Die Sivers-Aktie schloss am Freitag bei 4,25 Euro, ein Plus von 2,41 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 18,27 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sogar von 38,54 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 10,23 Euro, erreicht am 3. Juni, trennen die Aktie mittlerweile 58,46 Prozent.

Berichtskalender zum zweiten Mal angepasst

Am 9. Juli veröffentlichte Sivers Semiconductors eine offizielle Mitteilung zur Anpassung seines Finanzberichtskalenders. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der Vorbereitung auf künftige regulatorische Anforderungen und die PCAOB-Prüfstandards in den USA — Voraussetzung für das angestrebte Dual-Listing.

Der überarbeitete Zeitplan sieht nun den Quartalsbericht für das zweite Quartal am 27. August vor. Der Bericht zum dritten Quartal soll am 26. November folgen, die Zahlen zum vierten Quartal am 25. Februar 2027. Das Management spricht von einem Bekenntnis zu höchsten Standards bei Genauigkeit, Transparenz und Compliance der Finanzberichterstattung.

Kapitalspritze trifft auf anhaltende Verkäufe

Die Kalenderanpassung kommt wenige Tage nach zwei bedeutenden Kapitalmaßnahmen. Am 1. Juli schloss Sivers eine gezielte Aktienemission ab. Der Vorstand hatte, gestützt auf die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15. Juni, die Ausgabe von 12.280.701 neuen Stammaktien beschlossen.

Das entspricht umgerechnet rund 700 Millionen schwedischen Kronen bei einem Zeichnungspreis von 57 Kronen je Aktie. Die Emission war mehrfach überzeichnet, sowohl neue als auch bestehende schwedische und internationale institutionelle Investoren beteiligten sich.

Kurz zuvor hatte Kreditgeber Bootstrap Europe eine Wandelanleihe über 12 Millionen Dollar in Aktien umgewandelt. Das brachte rund 23 Millionen neue Aktien in Umlauf und verwässerte bestehende Aktionäre um etwa 6,4 Prozent. Trotz der frischen Liquidität aus beiden Transaktionen rutscht der Kurs weiter ab.

Verkaufssperre für Management läuft aus

Die neue Terminlage trifft auf eine auslaufende Lock-up-Vereinbarung aus einer Aktienemission vom 16. April. Vorstandsmitglieder Bami Bastani, Karin Raj und Todd Thomson sowie CEO Vickram Vathulya und CFO Heine Thorsgaard hatten sich verpflichtet, bis zum 16. Juli keine Aktien zu verkaufen.

Für die jüngste Emission wurden keine neuen Lock-up-Vereinbarungen geschlossen — die bestehenden bleiben schlicht in Kraft. Anleger richten den Blick nun auf zwei Termine: das Ende der Verkaufssperre am 16. Juli und den neuen Berichtstermin am 27. August, der erstmals detaillierten Aufschluss darüber geben soll, ob die Bilanzsanierung operativ Wirkung zeigt.

Charttechnik bleibt angespannt

Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 6,23 Euro, der aktuelle Kurs damit rund 31,73 Prozent darunter. Den 100-Tage-Durchschnitt von 3,73 Euro hat die Aktie dagegen von unten zurückerobert. Der RSI-Wert von 39,2 signalisiert eine geschwächte, aber noch nicht extrem überverkaufte Lage.

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 222,42 Prozent zeigt, wie heftig die Kursausschläge seit dem Juni-Hoch ausfallen. Bei einer Marktkapitalisierung von 1,12 Milliarden Euro bewegt sich der Titel damit in einem außergewöhnlich nervösen Fahrwasser.

Bis zum 27. August muss der Markt ohne frische operative Daten auskommen. Drei Faktoren dürften die Kursrichtung bis dahin bestimmen: das Auslaufen der Verkaufssperre, Fortschritte bei der PCAOB-konformen Berichterstattung für das Nasdaq-Listing in New York und mögliche Auftragssignale aus dem Geschäft mit KI-Chips, Satellitenkommunikation und Verteidigungstechnik.

Sivers Semiconductors-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sivers Semiconductors-Analyse vom 11. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Sivers Semiconductors-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Sivers Semiconductors-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Sivers Semiconductors: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)