Sivers Semiconductors-Aktie: DNB Carnegie hebt Kursziel kräftig an!

Trotz schwachem Q1 und negativem Cashflow hebt DNB Carnegie das Kursziel für Sivers Semiconductors auf 12 bis 26 SEK an.

Auf einen Blick:
  • DNB Carnegie hebt Fair-Value-Range auf 12 bis 26 SEK, zuvor 3,5 bis 8,5 SEK
  • Q1 mit 22 Prozent Umsatzrückgang und EBITDA von minus 25 Millionen SEK
  • EBITDA-Prognosen 2026 und 2027 gesenkt, 2028 um 30 Prozent angehoben
  • Bewertung basiert auf 16 bis 37 mal EV/EBITDA für das Jahr 2028

Ein schwaches erstes Quartal, negative Cashflows, sinkende Kurzfristprognosen, und trotzdem hebt die Analystenbank ihr Kursziel mehr als verdreifacht an. So sieht es bei Sivers Semiconductors gerade aus.

Was DNB Carnegie jetzt sieht

DNB Carnegie hat sein Bewertungsmodell für Sivers Semiconductors aktualisiert und die Fair-Value-Spanne von zuvor 3,5 bis 8,5 SEK auf nun 12 bis 26 SEK angehoben. Das ist kein kleiner Schritt, das ist ein Sprung. Grundlage ist ein beauftragter Research-Bericht, die Bewertung stützt sich auf Multiples von 16 bis 37 mal EV/EBITDA für das Jahr 2028.

Kurzfristig sieht die Bank allerdings weniger rosig. Die EBITDA-Prognosen für 2026 und 2027 wurden gesenkt, weil nach der jüngsten Kapitalerhöhung höhere Entwicklungskosten anfallen. Für 2028 hingegen wurde die EBITDA-Schätzung um 30 Prozent nach oben geschraubt. Die These ist also klar: Schmerz jetzt, Ertrag später.

Q1 war wirklich nicht gut

Der Kontext dazu: Das erste Quartal war schwach. Umsatz minus 22 Prozent, EBITDA bei minus 25 Millionen SEK, negativer Cashflow. Wer auf kurzfristige Erholung gehofft hatte, wurde nicht belohnt. Die Aktie hat das in den letzten sieben Tagen mit einem Minus von gut 24 Prozent quittiert, auch wenn das YTD-Bild mit über 1.400 Prozent Plus in Euro noch immer spektakulär aussieht.

Wette auf 2028

Was DNB Carnegie hier beschreibt, ist im Kern eine Wette auf langfristiges Wachstumspotenzial in einem Markt, der noch nicht liefert. Wer das glaubt, findet in der neuen Spanne von 12 bis 26 SEK einen Anker. Wer lieber auf Zahlen schaut, die heute schon existieren, findet im Q1-Bericht wenig Trost. Nächste Earnings kommen am 29. August, dann wird sich zeigen, ob die Entwicklungskosten wenigstens in die richtige Richtung zeigen.

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