Fast 30 Prozent Kursplus an einem einzigen Handelstag. Die Sivers-Semiconductors-Aktie sprang am Dienstag von 2,92 Euro auf 3,78 Euro. Nach Wochen mit schweren Verlusten ist das eine deutliche Verschnaufpause für den Photonik- und Halbleiterhersteller.
Der Sprung kommt nicht aus dem Nichts. Sivers hat in den vergangenen Wochen mehrere Finanzierungsschritte abgeschlossen, die das Bild für Investoren verändert haben.
Wandelanleihe und Kapitalerhöhung schaffen Klarheit
Am 3. Juli wandelte der Kreditgeber Bootstrap Europe eine gesicherte Wandelanleihe über 12 Millionen US-Dollar in gut 22,8 Millionen neue Stammaktien um. Das reduziert die Schuldenlast von Sivers und vereinfacht die Kapitalstruktur.
Bereits Anfang Juli hatte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung mit rund 12,3 Millionen neuen Aktien platziert. Über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren zum Preis von 57 schwedischen Kronen je Aktie kamen dabei etwa 700 Millionen schwedische Kronen zusammen. Das Geld soll laut Unternehmensangaben in den Ausbau der Fertigungskapazität für Indiumphosphid-Laser und optische Verstärker fließen — Schlüsselkomponenten für KI-Rechenzentren und Verteidigungsanwendungen.
Diese frische Liquidität dürfte den Ausschlag für die Kurserholung gegeben haben. Anleger reagieren offenbar positiv auf eine schlankere Bilanz und ein konkretes Investitionsziel.
Steiler Absturz vor dem Comeback
Der Kontext macht die Rally erst verständlich. Sivers hatte in den vergangenen 30 Tagen 57,12 Prozent an Wert verloren und lag damit weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 10,23 Euro vom 3. Juni. Von diesem Höchststand trennen die Aktie aktuell noch immer rund 63 Prozent.
Der 14-Tage-RSI steht bei 41,5 und hat damit die überverkaufte Zone verlassen. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei knapp 170 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um den Titel unterstreicht. Bis zum 50-Tage-Durchschnitt von 6,07 Euro ist es trotz des Kurssprungs noch ein weiter Weg.
Fahrplan Richtung Nasdaq verschiebt sich
Parallel zur Kapitalstruktur arbeitet Sivers an einem zweiten großen Vorhaben: der Doppelnotierung an der Nasdaq in New York. Um die US-Vorgaben und die Prüfstandards der PCAOB zu erfüllen, hat das Unternehmen ein umfassendes Audit-Upgrade durchlaufen.
Das hat Folgen für den Berichtskalender. Der Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026 verschiebt sich auf den 27. August, der Bericht zum dritten Quartal ist nun für den 26. November angesetzt. Das Management begründet die zusätzliche Zeit mit der vollständigen Einhaltung der strengeren Rechnungslegungsstandards, die für den US-Markteintritt nötig sind.
Der nächste wichtige Fixpunkt für Investoren ist damit der 27. August. Erst der verschobene Quartalsbericht wird zeigen, ob die frischen Mittel aus Kapitalerhöhung und Schuldenwandlung bereits operative Spuren hinterlassen.
Sivers Semiconductors-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sivers Semiconductors-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Sivers Semiconductors-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Sivers Semiconductors-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Sivers Semiconductors: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...