Sivers Semiconductors Aktie: 15,2-Prozent-Einbruch nach Insider-Verkauf

Ein massiver Aktienverkauf des Wireless-Chefs und der Ausstieg eines Fonds belasten die Sivers-Aktie nach dem jüngsten Rekordhoch.

Auf einen Blick:
  • Wireless-Chef verkauft Aktienpaket
  • Kurs stürzt um bis zu 15 Prozent ab
  • Fonds Cicero Fonder steigt komplett aus
  • Hauptversammlung am 15. Juni erwartet

Ein neues 52-Wochen-Hoch am Dienstag, ein Kurseinbruch am Donnerstag. Bei Sivers Semiconductors liegen Euphorie und Ernüchterung gerade eng beieinander.

Wireless-Chef verkauft für knapp 100 Millionen Kronen

Harish Krishnaswamy, Leiter der Wireless-Sparte, hat ein umfangreiches Aktienpaket veräußert. Das Volumen: knapp 100 Millionen Schwedische Kronen. Die Reaktion an der Stockholmer Börse war unmittelbar. Im Tagesverlauf verlor die Aktie bis zu 15,2 Prozent. Am Ende schloss sie mit einem Minus von 6,2 Prozent.

Insider-Verkäufe dieser Größenordnung lesen Marktteilnehmer oft als Signal — das Orderbuch reagierte entsprechend dynamisch.

Doppelter Verkaufsdruck nach dem GlobalFoundries-Deal

Der Schritt des Wireless-Chefs trifft auf ein bereits sensibilisiertes Marktumfeld. Der Fonds Cicero Fonder hat seine Beteiligung von rund 5,75 Millionen Aktien bis Ende Mai vollständig abgebaut. Das entsprach etwa 1,8 Prozent des Aktienkapitals.

Diese Kombination belastet die Stimmung — ausgerechnet kurz nach dem GlobalFoundries-Deal vom 2. Juni, der die Aktie erst auf ihr Rekordhoch bei 10,23 Euro getrieben hatte.

Am heutigen Freitag stabilisiert sich der Kurs bei 8,00 Euro. Das liegt noch immer mehr als doppelt so hoch wie der 50-Tage-Durchschnitt von 3,94 Euro. Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage beträgt 240 Prozent — ein deutlicher Hinweis auf den spekulativen Charakter der aktuellen Bewegungen.

Hauptversammlung am 15. Juni als nächster Prüfstein

Am 15. Juni tagt die Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die mögliche Ausgabe von bis zu 53,8 Millionen neuen Aktien. Eine solche Kapitalmaßnahme würde bestehende Aktionäre verwässern — kein Wunder, dass das Thema die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Investoren erwarten von der Unternehmensführung konkrete Antworten: Wie soll der rasante Kursanstieg der vergangenen Monate fundamental untermauert werden? Und welche operativen Fortschritte lassen sich aus den jüngsten Kooperationen ableiten? Die Hauptversammlung wird zeigen, ob das Management überzeugende Antworten liefert.

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