Sivers Semiconductors: 12-Millionen-Darlehen in Aktien gewandelt

Sivers Semiconductors wandelt zwölf Millionen Dollar Schulden in Aktien um und senkt die Verbindlichkeiten. Der Kurs reagiert mit einem deutlichen Plus.

Auf einen Blick:
  • Wandelanleihe in Aktien getauscht
  • Altaktionäre erleben 6,4 Prozent Verwässerung
  • Bilanz wird durch Schuldenabbau gestärkt
  • Nasdaq-Listing für Jahreswechsel geplant

Bei Sivers Semiconductors weicht die Schuldenlast. Der Geldgeber Bootstrap Europe wandelt ein Darlehen in Aktien um. Das verwässert den Anteil der Altaktionäre. Trotzdem sprang der Kurs am Freitag um fast 16 Prozent nach oben.

Konkret geht es um eine Wandelanleihe von zwölf Millionen US-Dollar. Bootstrap tauscht diese Summe nun gegen knapp 23 Millionen neue Stammaktien ein. Die Folge: Für bestehende Investoren bedeutet dieser Schritt eine Verwässerung von rund 6,4 Prozent.

CFO Heine Thorsgaard verteidigt die Maßnahme. Der Konzern baut damit seine Verbindlichkeiten ab und stärkt die Bilanz. Sivers will das freigewordene Kapital direkt in neue Wachstumschancen investieren. Das Unternehmen beliefert KI-Rechenzentren und den Rüstungssektor mit energieeffizienten Funkchips.

Wall-Street-Debüt rückt näher

Die Entschuldung flankiert eine weitreichende internationale Expansion. Erst Ende Juni sammelte das Management einen hohen Millionenbetrag über eine Privatplatzierung ein. Jetzt treibt Sivers das geplante US-Börsenlisting voran. Das Unternehmen strebt ein Doppellisting an der New Yorker Nasdaq an.

Der Sprung aufs amerikanische Parkett ist für den Jahreswechsel 2026 auf 2027 angesetzt. Das frische Kapital fließt parallel dazu in die eigene Forschung. Auch der Ausbau der Produktionskapazitäten steht fest auf der Agenda.

Extreme Kursschwankungen

Am Markt sorgte der Schuldenabbau für unmittelbare Erleichterung. Die Aktie schloss zum Wochenausklang bei 5,16 Euro. Das entspricht einem kräftigen Tagesplus von rund 16 Prozent.

Die kurzfristige Rally täuscht allerdings nicht über die hohe Nervosität hinweg. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier immer noch einen Verlust von 38 Prozent. Mit einer annualisierten Volatilität von 211 Prozent bleibt der Wert extrem schwankungsanfällig.

Der Zeitplan für das Management ist damit strikt getaktet. Der Konzern baut nun seine Fertigungskapazitäten aus. Das Ziel: ein erfolgreiches Nasdaq-Listing bis Anfang 2027.

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